Bilddokumente und Informationen zur Geschichte des Dorfes Kuschkow aus der Spreewaldregion in der Niederlausitz

 

 

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Kuschkow am nördlichen Rand der Niederlausitz

Dies ist die private Website von Doris Rauscher, aufgewachsen als Doris Jäzosch in Kuschkow, die ältere Tochter des Müllermeisters Manfred Jäzosch und seiner Ehefrau Jutta Jäzosch, geborene Thiele. Großvater war der Kuschkower Schmied und spätere Müllermeister Bernhard Jäzosch. Ziel der Website ist es, möglichst viele der noch existierenden Dokumente, Fotos und Berichte mit ortsgeschichtlichem Bezug zu Kuschkow der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Website versteht sich als persönliche Familien- und Heimatseite und gleichzeitig als sachliches Informationsangebot und digitales Archiv zur Dorfgeschichte. Die Bearbeitung der Website mit allen Unterseiten erfolgt gemeinsam durch Doris & Norbert Rauscher.

Oben sehen Sie drei verkleinerte Fotos, die weiter unten größer gezeigt und näher erläutert werden. Die Inhalte dieser Website mit allen Unterseiten werden nach bestem Wissen regelmäßig aktualisiert und erweitert, je nach zur Verfügung stehenden Dokumenten und Erkenntnissen. Anregungen, Korrekturen und sonstige Hinweise werden gern entgegengenommen und eingearbeitet, Kontaktdaten siehe ganz unten.

Hinweis: Diese Website und ihre Unterseiten sind optimiert für Desktop-PC und Notebook bzw. Laptop, nicht jedoch für Tablet und Smartphone, dort kommt es leider zu Fehldarstellungen.


 
 

 
Seitenübersicht

► Startseite Kuschkow-Historie ‒ Das Dorf Kuschkow und seine Geschichte in Bildern und Texten

► Siedlung, Haus und Hof in Kuschkow ‒ Siedlungs- und Baugeschichte von Dorf, Höfen und Häusern

► Die Kuschkower Mühle ‒ Mühlengeschichte und die Müllerfamilien Wolff / Jäzosch

► Die Schmiede der Familie Jäzosch ‒ Geschichte einer Dorfschmiede mit ihren Familien ab 1435

► Jutta Jäzosch, geborene Thiele ‒ Familiengeschichte Thiele mit Flucht, Vertreibung und Neubeginn

► Hochzeitsfeiern und Hochzeitsfotos ‒ Teil 1 ‒ Das Heiraten in Kuschkow und der Niederlausitz

► Hochzeitsfeiern und Hochzeitsfotos ‒ Teil 2 ‒ Das Heiraten in Kuschkow und der Niederlausitz

► Die Dorfschule in Kuschkow ‒ Schulgebäude, Dorflehrer und Schulkinder in Bildern und Texten

► Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.1 ‒ 1891 bis 1924 ‒ Seiten 0 bis 77

► Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.2 ‒ 1924 bis 1929 ‒ Seiten 78 bis 111

► Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.3 ‒ 1929 bis 1947 ‒ Seiten 112 bis 148, Beilagen

► Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teile 2 und 3 ‒ 1947 bis 1953

► Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 4 ‒ 1953 / 1960 bis 1968 ‒ Meine eigene Schulzeit

► Klassenbücher aus der Dorfschule in Kuschkow ‒ Jahrgänge 1950/1951 und 1954/1955

► Klassenbuch aus der Dorfschule in Kuschkow ‒ Jahrgang 1958/1959

► Die Lehrerin Luise Michelchen ‒ Ein 107-jähriges Leben in Berlin-Charlottenburg und Kuschkow

► Die Kuschkower Feuerwehr ‒ Dorfbrände, Feuerwehrgeschichte und Feuerwehrleute

► Historische topographische Karten ‒ Kuschkow und die Niederlausitz auf Landkarten ab 1687

► Separationskarten und Flurnamen ‒ Vermessung und Flurneuordnung in der Gemarkung 1842

► Separationsrezess ‒ Teil 1 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

► Separationsrezess ‒ Teil 2 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

► Separationsrezess ‒ Teil 3 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

► Handel, Handwerk und Gewerbe ‒ Informationen zum früheren Wirtschaftsleben in Kuschkow

► Scheunenbau auf dem Hof Görzig-Michelchen ‒ Zimmermannsarbeit und Fachwerkbau um 1958

► Scheunenbau auf dem Hof Görzig-Michelchen ‒ Digitales Fachwerkmodell der neuen Hofscheune

► Der Bauernhof Görzig-Michelchen ‒ Familiengeschichten und Ereignisse auf einem alten Hof

► Der Friedhof in Kuschkow ‒ Friedhofsgeschichte, Grabstätten und Grabsteine

► Verschiedenes ‒ Teil 1.1 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit vor 1945

► Verschiedenes ‒ Teil 1.2 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit um 1940 bis 1960

► Verschiedenes ‒ Teil 2.1 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit um 1950 bis 1965

► Verschiedenes ‒ Teil 2.2 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit nach 1960

► Reiten und Reiter in Kuschkow ‒ Reitfeste, Reiterspiele und Brauchtum mit Pferden

► Historische Ortsansichten ‒ Teil 1 ‒ Fotos und Zeichnungen aus anderen Orten der Niederlausitz

► Historische Ortsansichten ‒ Teil 2 ‒ Fotos und Zeichnungen aus anderen Orten der Niederlausitz
 




Der Bauernhof Görzig-Michelchen in der Dorfstraße

Der Hof in der Dorfstraße 4 (heute Dorfanger 4) wird hier wie schon oben auf der Seite zum Scheunenbau 1958 bezeichnet als "Hof Görzig-Michelchen", zur Unterscheidung vom Hof Heinz Michelchen in der Kirchstraße. Der Hof in der Dorfstraße hatte unter dem Namen Görzig durch Jahrhunderte männliche Nachfahren. Die männliche Erbnachfolge war aber, nachdem seine beiden Söhne Paul und Hermann im Zweiten Weltkrieg gefallen waren, nicht mehr gesichert. Paul Görzig starb 1954. Nach der Heirat seiner Enkeltochter Elfriede mit Kurt Michelchen 1957 wurde der Hof unter dem Namen Michelchen weitergeführt und befindet sich bis heute in diesem Familienbesitz; heute ist ihr Sohn Arno Michelchen der Eigentümer. Kurt Michelchen war der ältere Bruder von Heinz Michelchen und Sohn von Max Michelchen mit Hof in der Kirchstraße, dessen Familiengeschichte wird auf der Seite zur Lehrerin Luise Michelchen behandelt (siehe direkt hier: ►).


Der Hof Görzig

Die Familie Görzig zählt nicht nur zu den alteingesessenen Familien des Dorfes, das Bauerngut der Familie in der Dorfstraße hatte auch durch die Jahrhunderte männliche Nachfahren und damit Stammhalter als Hoferben. Womöglich bestand die bäuerliche Laßnahrung der Familie unter einem anderen Namen schon seit Gründung des Dorfes an dieser Stelle. Der Name Görzig ist in unterschiedlicher Schreibweise in historischen Dokumenten anzutreffen, aber nicht im ersten und zweiten Band der von Woldemar Lippert herausgegebenen Lübbener Stadtbücher für den Zeitraum von 1382 bis 1526. Jedoch nennt das Namensverzeichnis des "Amts Lübben Erb-Zinnß-Register vom 30. October 1670. Lübnische Neun Ambts-Dörffer" den "Hannß Gerczigk" als einen der "Zehen Bauern" von Kuschkow (gemäß Heimatkalender des Kreises Lübben 1942, Seite 40; siehe unter Lübbener Kreiskalender im Literaturverzeichnis). Im Namensverzeichnis des Kirchenbuches Nummer 11571 für die Jahre 1648-1728 werden die Seitenangaben und Nummern zu Gerzig aufgeführt. Die dazu gehörenden Daten und Vornamen sind noch nicht ermittelt.

► Hinweis: Eine Laßnahrung / ein Laßgut (eine lassitische Nahrung) war eine vom Grundeigentümer gegen bestimmte Leistungen oder Zahlungen zeitlich befristete oder auf Lebenszeit überlassene Hofstelle, also Besitz und Nutzungsrecht, aber kein Eigentum des Laßbauern bzw. Nutzungsberechtigten. Erst im Jahr 1838 erfolgte die Eigentumsverleihung der bäuerlichen lassitischen Nahrungen an die damaligen Besitzer; weitere Informationen dazu gibt es auf den Sonderseiten zur Separation sowie auf der Seite zu Haus und Hof. Die Herrschafts- und Einwohnerverhältnisse in Kuschkow seit 1328 werden auf der Startseite dargestellt. Die Bezeichnung Laßgut taucht in der älteren Literatur in diversen Varianten auf, so z.B.: Laßgut, Lassgut, Laaßgut, Laaßguth, ...


Michael Gertzig erscheint im Jahr 1748 als einer der aufgeführten Männer des gesamten Dorfes im Konzessionsgesuch des Richters in Kuschkow zum Windmühlenbau an den sächsischen König und Kurfürst. Die historischen Zusammenhänge werden auf der Mühlenseite näher erläutert. Zwei Seiten mit den Unterschriften sehen Sie auf dem folgenden Auszug (Unterschrift Gertzig rot markiert), wenn Sie das ganze Dokument sehen wollen, dann klicken Sie hier: ► (Bildquelle: © Sächsische Staatsarchiv, Akte 10036, Nr. Rep. 139c, Nr. 1686).




Hannß Görtzig von Kuschkau erscheint im Jahr 1781 als Mitantragsteller an erster Stelle im Schreibens von Hanns Mating zum Thema zu leistender Dienste an den Herzog zu Sachsen, Jülich vom 4. September 1781 (Seiten 11-12 im Originaldokument) sowie in der weiteren Korrespondenz dazu. Bisher sind keine Lebensdaten von ihm ermittelt.
Die historischen Dokumente können im Brandenburgischen Landeshauptarchiv (BLHA) teilweise nur als Filmakten in sehr schlechter und kaum lesbarer Qualität eingesehen werden, drei Bildbeispiele werden nachfolgend nur zur Information gezeigt. Auf dem rechten Bild steht links oben an erster Stelle die Unterschrift von Hannß Görtzig (klicken Sie hier, um eine lesbare Vergrößerung der Seite zu sehen: ►).

 
Oben: Drei Auszüge aus dem Schreiben von Hanns Mating
an den Herzog zu Sachsen, Jülich, vom 4. September 1781
mit der Unterschrift unter anderem von Hannß Görtzig.
(Quelle: Filmakten BLHA-Signatur 7Lübben-Neuzauche 200,
1781 bis 1810, Deckblatt sowie Seiten 11 und 12 mit Datum
und Antragsteller Hannß Mating.)

Links: Auszug aus ......... ??????????? ..............
570_Übersicht der Dienstgelder 1781) sowie BLHA-Signatur: 7Lübben-Neuzauche 601, 1787, Seite 8, zu Spreewaldwiesen Einnahmen Kuschkauer Besitzer ???????? .............
Eine einigermaßen lesbare Vergrößerung sehen Sie hier: ►
Der Name Görzig kommt auf diesen Seiten jedoch nicht vor.










Hans Görzig und Ehefrau Anne Margarethe geborene Borch werden 1878 in der Sterbeurkunde ihres Sohnes Johann George Görzig genannt; seine Lebensdaten folgen im nächsten Absatz. Vom Geburtsdatum des Sohnes hergeleitet könnten die Eltern
um 1807 geheiratet haben. Die genauen Lebensdaten sind
noch zu ermitteln.

 
 
Johann George Görzig (7.2.1808 - 1.2.1878) und Ehefrau Marie geborene Groba oder Grobba (19.8.1818 - 29.8.1889), er war ein Sohn von Hans Görzig und dessen Ehefrau Anne Margarethe geborenen Borch. Johann George Görzig kaufte die Laßnahrung der Familie aus der Verlassenschaft seines Vaters gemäß Vertrag von 1834. Die Eintragung erfolgte am 26.7.1839. Die Zeit seiner Hofführung war geprägt von einschneidenden Ereignissen.

Im Rahmen des Eigentumsverleihungs-Rezesses mit der Königlichen Regierung zu Frankfurt a. d. Oder vom 31. Mai 1838 kaufte er am 2. August desselben Jahres die Laßnahrung der Familie als Eigentum. Die Führung der Grundbücher begann mit der Eigentumsverleihung von 1838. Erste Eintragung im jeweilige Grundbuchblatt ist dieser Vorgang mit dem rechtmäßigen Nachweis über den vorherigen Laßbesitz. Nachfolgend werden die ganze Seite zum Grundbuch-Blatt Nr. 22 sowie ein Bildausschnitt gezeigt, die ganze Seite in lesbarer Vergrößerung sehen Sie hier: ►

Grundbuch I von Kuschkow Blatt No. 22.
für im Dorfe Kuschkau Lübbener Kreises belegenes mit der Hausnummer 47 jetzt Nr.61 bezeichnetes Ganzbauergut nebst Zubehör.
Name des Besitzers: Johann George Görzig
Erste Rubrik. Besitztitel: ...?... Eigenthumsverleihungs-Recesses mit der Königlichen Regierung zu Frankfurth a/O vom 31. May 1838, de ..?..: den 2 August ej, anni aus heutigem Laaßbesitz zu Eigenthum erworben.
Besitzer hat das Gut auf Grund des Vertrags vom 14 May 1834 aus der Verlassenschaft seines Vaters erworben und ist titulus possessionis für ihn en decreto vom 26 Juli 1839 berichtigt. Die Nominal?taxe des Guts ist laut Regierungstaxe vom 19 Novbr 1838: 1893 Thaler 10 Sgr, geschrieben: Ein Tausend Acht Hundert Drei und Neunzig Thaler Zehen Silbergroschen. Eingetragen en officio per Decretum vom 26 Juli 1839. ... (+++ Text kontrollieren und sauber übersetzen ... lateinische Floskeln +++)
(Bildquelle: © BLHA, Grundbuch Kuschkow, Band 1, Blatt 22, Seite 253b, Johann George Görzig; abfotografiert von Doris Rauscher am 9.10.2024)

 

Wie auch die anderen Besitzer von Laßnahrungen in Kuschkow erwarb Johann George Görzig seinen Besitz als Eigentum. Die Eigentumsverleihung war Anlass zur Führung von Grundbüchern. Darin findet man jeweils als ersten Eintrag den Eigentumserwerb nach Beibringen des Belegs für den rechtmäßigen bisherigen Besitz der Laßnahrung.

Nach der Eigentumsverleihung folgte die Gemeinheitsteilung. An dieser Stelle soll nur auf den Erwerb der Pferdebucht, den der Auszug der Gemeinheitsteilung von 1844 belegt, (DSC01094) eingegangen werden. Die Separationskarte zeigt die Ausmaße der Pferdebucht I und II als ein sehr großes, teilweise mit Bäumen bestandenes Stück, welches sich über die Pläne Nummer 131 roth bis 134 roth erstreckte. Ganzbauer Görzig (J.G.) kaufte davon den Teil aus Plan 134 roth. Die zahlreich im Dorf gehaltenen Pferde benötigten diese große "Pferdebucht". Je nach Gebrauch änderte sich die Bezeichnung später. Mein Vater sprach immer von der Schweinebuchte oder sie wurde danach nur als Buchte bezeichnet.

Die Separation in Folge zog sich über einen langen Zeitraum, mindestens 12 Jahre hin. Die Protokolle der Verhandlungen dazu beginnen 1842, Details wie Karten, Separationsrezess und Verhandlungsprotokolle werden auf den Sonderseiten zur Separation ausführlich dargestellt. Johann George Görzig war zu Beginn der Verhandlungspartner und später sein Sohn August. Auch dieser Prozess war mit Geldzahlungen verbunden.

Als weiteres gravierendes Ereignis in der Lebenszeit von Johann George Görzig muss der verheerende Brand von 1857 erwähnt werden, der das ganze Dorf betraf. An dieser Stelle wird unbedingt empfohlen, die kurzen Berichte vom 22. und 23. Juni 1857 über den Brand von Pfarrer Böttger in der Schulchronik Teil 1.1. nachzulesen.

Neben den Schulden aus Erbkauf, Eigentumsverleihung und Separation, Steuern und Abgaben folgte nun der Brand, der alles zerstörte. Weitere Schulden zum Wiederaufbau mussten aufgenommen und über Generationen abgetragen werden. Glücklich waren diejenigen, die ohne Insolvenz weiter wirtschaften konnten. Daneben traten immer wieder Missernten durch Unwetter wie am 29. Juni 1854, Frost, Hitze- und Dürreperioden, Hochwasser 1850 und 1860, die den Erlös der Bauern erheblich schmälerten. Abzahlungen und Steuern konnten oft nur mit Hilfe neuer Schulden gezahlt werden. Der Separationsrezess schloss von vornherein jeglichen Zahlungsaufschub oder -reduzierung aus, so dass die volle Last auch nach der Brandkatastrophe zu tragen war.


August Görzig (19.1.1837 - 20.6.1910), Sohn von Johann George und Marie Görzig, heiratete vor 1865 Christiane geborene Hessa (1.10.1843 - 5.1.1907) aus Biebersdorf. August erwarb das Bauerngut in Kuschkow gemäß Vertrag 1864 von seinem Vater. Er begleitete wie von seinem Vater begonnen den Separationsprozess bis zum Vollzug. In den Separationskarten trägt das Grundstück, bestehend aus Hofstelle, Garten und dahinter Land, die Plan-Nummer 49 blau. Görzigs Wohnhaus hatte zu dieser Zeit die Nummer 47. Während die Hausnummern auf der gegenüberliegenden Seite der Dorfstraße mit der jeweiligen Plan-Nummer übereinstimmten, war das auf Görzigs Straßenseite nicht der Fall.

Preußen führte mit dem preußischen Grundsteuergesetz von 1861 Regeln für die Besteuerung von Gebäuden ein, was in der Vorbereitung der Grund zur Änderung der Hausnummerierung gewesen sein könnte. Die Klassensteuerrolle der Gemeinde Kuschkow von 1869/70 weist bereits die Nummer 61 für das Wohnhaus Görzig aus. Interessant ist dabei die wirtschaftliche Bewertung aller Güter in Kuschkow als Basis für die Steuerermittlung. August Görzig, bezeichnet als Bauer und Viehhändler, wird mit 5 Pferden, 3 Ochsen, 7 Kühen und 60 Schafen bewertet (++++++++++ DSC02856 im Ordner Klassensteuerrolle ????). Im gesamten Dorf wurden 48 Pferde, 43 Ochsen, 107 Kühe und 570 Schafe gehalten. (+++++++++++BLHA Signatur: 6B Lübben 216; Klassensteuerrollen der Gemeinden A-L 1869/1870, Kuschkow +++ beide Bilder fehlen ???)


Nachfahren von August Görzig:

Hermann Paul Görzig (15.9.1878 - 30.3.1954), Sohn von August Görzig und Erbe des Bauerngutes in der Dorfstraße.
Wilhelmine Ernestine Martha Görzig geborene Droas (3.4.1877 - 3.8.1974), Tochter des Schmiedemeisters Adolf Droas und Wilhelmine geborene Borch, wohnhaft in Treppendorf, Heirat am 2.7.1910. Im selben Jahr kaufte er das Gut von seinem Vater.
 



Das Ehepaar Paul und Martha Görzig, verheiratet seit 2.7.1910 gemäß Heiratsurkunde im Kreisarchiv, in undatierten Aufnahmen
aus dem Familienarchiv von Arno Michelchen.

Hermann Paul Görzig sen. (15.9.1878 - 30.3.1954) war ein Sohn von August und Christiane Görzig. Er war Bauer auf seinem Hof in
der Dorfstraße 4 in Kuschkow sowie Schulvorsteher und von
Oktober 1924 bis 1933 auch Gemeindevorsteher. Er wird mehrfach
in der Schulchronik erwähnt.

Wilhelmine Ernestine Martha Görzig (3.4.1887 - 3.8.1974,
geborene Droas) war die Tochter des Schmiedemeisters Adolf
Droas und seiner Ehefrau Wilhelmine, geborene Borch, aus Treppendorf.

Unten ist ihr Grabstein zu sehen, daneben der Grabstein von Emil Görzig (Bruder von Paul) und Ehefrau Anna Görzig. Weiter unten
wird deren Familiengeschichte kurz dargestellt.

 
 
Nachfahren von Hermann Paul Görzig:

Erste Tochter: Frieda Helene Martha Görzig (7.4.1911 - 16.3.1993), sie war zweimal verheiratet:
Erste Ehe am 13.6.1931 mit dem Müller Emil Fritz Wolff (20.3.1909 - 6.5.1934, siehe folgendes Foto rechts), Tochter aus dieser ersten Ehe: Elfriede Wolff (13.9.1931 - 27.6.2016).
Zweite Ehe am 16.5.1937 mit Holzschuhmachermeister Hermann Gunar Beyer (29.8.1908 - 1942, in der Ukraine gefallen), Sohn aus dieser zweiten Ehe: Hermann Beyer, geboren 1938 in Wriezen. Die Familie lebte in Wriezen. Frieda Beyer hatte ihren zweiten Ehemann 1942 im Krieg und ihren Besitz in Wriezen 1944 durch Kriegseinwirkungen verloren. Sie ging mit ihren Kindern nach Kuschkow zurück und lebte dort im Elternhaus. Ihr Sohn Hermann Beyer wohnt seit seiner Heirat 1960 in Neu Lübbenau.

Erster Sohn: Paul Görzig (20.12.1912 - 22.4.1945, siehe folgendes Portraitfoto links), als Obergefreiter der Wehrmacht gefallen in Santa Lucia, Italien; Sterbeurkunde ausgestellt am 15.9.1948

Zweite Tochter: Else Käthe Erna Görzig (4.12.1916 - 5.6.1991), sie heiratete am 5.6.1943 den Unteroffizier Paul Erich Borch (22.7.1914 - 5.1.1992), dieser war ein Sohn von Friedrich Ernst Borch (6.6.1870 - 1944, Landwirt in Kuschkow) und Auguste Louise Kaßülke (27.12.1877 - ..?..), Heirat der Eltern am 1.1.1897 in Rudow.

Zweiter Sohn: Hermann Görzig (28.12.1919 - 1945), ebenfalls gefallen, bisher keine Angaben zu Datum und Ort.



Links: Paul Görzig jun., Sohn von Paul und Martha Görzig (siehe oben) in einer Aufnahme als Soldat in Uniform wohl um 1940.
Mitte: Die junge Frau war vermutlich ein Familienmitglied Görzig, mehr konnte leider bisher noch nicht ermittelt werden.
Rechts: Der Müller Emil Fritz Wolff, Sohn von Müllermeister Hermann und Marie Wolff. Von 1931 bis zu seinem Tod 1934 war er der Ehemann von Frieda Wolff, Tochter von Paul und Martha Görzig, und Vater von Elfriede Wolff. Elfriede hat später Kurt Michelchen geheiratet und mit ihm zusammen den Hof ihres Großvaters Paul Görzig übernommen und weitergeführt; siehe dazu die Angaben oben zum Scheunenbau. Weitere Angaben zur Familie Wolff gibt es auf der Mühlenseite.
(Alle Fotos: Familienarchiv von Arno Michelchen)


Hermann Paul Görzig
1910 ging die Erbfolge an Hermann Paul Görzig, Sohn von August Görzig. Von da an betrieb er den Hof in der Dorfstraße als Bauer, wie er links auf einem Bild aus der Zeit um 1940 (?) zu sehen ist. In der Heiratsurkunde
von 1910 wurde er (offenbar traditionell) noch immer als Laßgutsbesitzer bezeichnet, obwohl seine Familie und damit auch er schon längst
Eigentümer des Gutes waren. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)

Die Schulchronik berichtet auf Seite 78 von der Wahl Paul Görzigs im Oktober 1924 zum Gemeindevorsteher. Ihm wurden zwei Schöffen, Paul Michelchen und Emil Elsner, sowie Hilfsschöffe Gustav Rattei zur Seite gestellt. Die Landgemeindeordnung Preußens vom 3. Juli 1891 (siehe Literaturverzeichnis unten) legte eine Amtszeit von 6 Jahren fest. Jedoch erfolgte die nächste Gemeinderatswahl bereits am 17. November 1929, welche die Liste von Hugo Michelchen-Güthler gewann. In der Chronik der Gemeinde Kuschkow gibt Gerhard Scheibe den Hinweis, dass der Herr Gemeindevorsteher das Stallgebäude, dessen Vorgängerbau 1857 vom Brand zerstört wurde, erbaute. Dieses Gebäude wird auf der Sonderseite zum Scheunenbau auf dem Hof Görzig-Michelchen gezeigt und ausführlich beschrieben.

Paul Görzig ließ den Hof 1935 als Erbhof in die Erbhöferolle von Kuschkow eintragen (bzw. sein Hof wurde von Amts wegen eingetragen; weitere Informationen zu diesem Thema am Beispiel des Hofes Schneider in der Gröditscher Straße siehe hier: ►). Der Hof in der Dorfstraße hatte unter
dem Namen Görzig durch Jahrhunderte männliche Nachfahren. Die männliche Erbnachfolge war aber, nachdem seine beiden Söhne Paul und Hermann im Zweiten Weltkrieg gefallen waren, nicht mehr gesichert; im Übrigen war das Reichserbhofgesetz seit 1947 durch Alliiertes Kontrollratsgesetz Nr. 45 aufgehoben.

Paul Görzig starb 1954. Nach der Heirat seiner Enkeltochter Elfriede mit
Kurt Michelchen 1957 wurde der Hof unter dem Namen Michelchen weitergeführt und befindet sich bis heute in diesem Familienbesitz.

Elfriede Wolff (hinten) und ihre Großcousine Giesela Wrege vorn auf dem Pferd um 1937 auf dem Bauernhof Görzig vor dem alten Stallgebäude, welches ursprünglich ein Fachwerkbau mit Oberlaube (Laubengang / Galerie) war; siehe dazu das Foto mit ausführlicher Beschreibung auf der Scheunenbau-Seite (direkt hier: ►). Das Gebäude stand und steht noch heute im stark umgebauten und umgenutzten Zustand vorn an der rechten Grundstücksseite (von der Straße aus gesehen) zum damaligen Nachbargrundstück Hilbert, nur minimal zurückgesetzt hinter der Straßengrenze. Am rechten Bildrand erkennt man hinter Elfriede die Hofmauer zur Straße und dahinter die großen Straßenbäume. Gut sichtbar ist auch das Pferdegeschirr / Zaumzeug der beiden Zugtiere an der Wagendeichsel. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)

 

Noch einmal Elfriede Wolff (links im Bild) und ihre Großcousine Giesela Wrege um 1937 auf dem Bauernhof Görzig, rechts steht der Leiterwagen von Paul Görzig mit dem Eigentümerschild unter der Deichselstange, dieses Schild existiert noch heute (siehe folgendes Foto). Im Hintergrund sieht man ein für brandenburgische Höfe typisches Stallgebäude mit Heuboden und Ladeluke über den Ställen, im linken Gebäudeteil könnte eine Werkstatt oder eine Altenteiler-Wohnung gewesen sein. Das Gebäude befindet sich noch heute im stark umgebauten Zustand an der hinteren linken Grundstücksgrenze (von der Straße aus betrachtet) zum Nachbarhof Dorfstraße 3. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)

Das Wagenschild / Eigentümerschild zum Leiterwagen von Paul Görzig, das auf dem Foto oben am Wagen unter der Deichselstange zu sehen ist. (Bildquelle: Arno Michelchen, Foto: Doris Rauscher)












 


 
Die Familie Görzig war weit verzweigt. Hier auf dieser Webseite wird nur die Linie der Besitzer und Eigentümer des Bauerngutes in der Dorfstraße behandelt. Das einzige ehemalige Bauerngut in Kuschkow, dessen Eigentümer immer noch den Namen Görzig tragen, soll zur Information noch kurz erwähnt werden:


Adolf Emil Görzig (30.4.1876 - 30.5.1938), Sohn von August und Christiane Görzig und Bruder von Hermann Paul Görzig, heiratete am 30.5.1909 die Anna Elise Bausemer (18.5.1886 - 1.5.1966), Tochter des Stammgutsbesitzers Philipp Bausemer und dessen Ehefrau Emma. Adolf Emil Görzig lebte mit seiner Frau und den beiden Söhnen Bernhard (30.4.1910 - ..?..) und Günter (18.3.1924 - ..?..) auf dem Bauerngut außerhalb des Dorfes an der Gröditscher Straße. Leider ist unbekannt, wer den Hof in welchem Jahr errichtete. Das Wohnhaus wurde 1945 durch russischen Beschuss völlig zerstört (weitere Informationen zum Kriegsende gibt es in der Schulchronik Teil 1.3). Die Witwe wohnte mit Sohn Bernhard und all ihrem Hab und Gut bis zu ihrem Tod in der Holzbaracke neben der Wohnhausruine. Bernhard verließ Kuschkow. Ihr Sohn Günter Görzig gründete in Süddeutschland eine Familie und kehrte erst in den 1950er Jahren nach Kuschkow zurück. Er baute das zerstörte Elternhaus wieder auf und bewohnte es mit seiner Familie. Haus und Hof sind bis heute im Besitz der Familie von Günter Görzig.



Der Hof Michelchen

Kurt Michelchen (19.4.1935 - 13.1.2025) war der ältere Bruder von Heinz Michelchen und Sohn von Max Michelchen mit Hof in der Kirchstraße, dessen Familiengeschichte wird auf der Seite zur Lehrerin Luise Michelchen behandelt. Paul Görzig starb 1954. Nach der Heirat seiner Enkeltochter Elfriede Wolff mit Kurt Michelchen im Jahr 1957 wird der Hof Görzig unter dem Namen Michelchen weitergeführt und befindet sich noch immer in Familienbesitz. Kurt Michelchen, bewirtschaftete das Bauerngut, baute 1958 eine neue große Scheune, sanierte das Dach auf dem Stall (siehe dazu die Sonderseite zum Scheunenbau auf dem Hof Görzig-Michelchen) und später das Wohnhaus. Das Paar bekam eine Tochter und drei Söhne.

Hochzeit Elfriede Wolff + Kurt Michelchen 1957, Hochzeitsgesellschaft vor ihrem Wohnhaus Dorfstraße 4 (heute Dorfanger 4), damals noch mit der ursprünglichen Stuckfassade und einer hölzernen Eingangslaube. Links neben der Braut sitzt die Mutter des Bräutigams Hedwig Michelchen, rechts neben dem Bräutigam sitzen die Brautmutter Frieda Beyer und die Großmutter der Braut Martha Görzig. Der Bruder des Bräutigams, Heinz Michelchen, ist die dritte Person von rechts in der dritten Reihe. Die anderen Personen der Hochzeitsgesellschaft werden auf der Hochzeitsseite Teil 1 genannt. (Foto: Familienarchiv Jäzosch)

 

Kurt Michelchen war wie seine Vorfahren Michelchen und Borch ein leidenschaftlicher Imker und Pferdeliebhaber. Ein Bienenhaus stand in der "Buchte", und ein weiteres im Garten hinter dem Hof. Das Flurstück "Buchte", wie oben erwähnt seit 1844 Eigentum der Familie Görzig, war und ist ein sehr idyllischer Ort, der Bienen, wie auch Rindern und Pferden alles bietet, was sie brauchen. Seine Liebe zu den Pferden gab Kurt an seinen älteren Sohn und einen seiner Enkelsöhne weiter. Beide sind als Reiter auf Fotos auf der Sonderseite "Reiten und Reiter in Kuschkow" zu sehen.

Links der Bienenwagen (das Bienenhaus) und rechts der Unterstand (eine Baracke) von Kurt Michelchen in der "Buchte", einer Landschaftsgegend in Kuschkow nördlich der Ortslage (nördlich hinter dem Friedhof), zwei Aufnahmen um 1960 (?). Auf der Sonderseite zum Thema "Separationskarten und Flurnamen" wird die Buchte als "Pferdebucht" (von sorbisch Buchta = umzäunte Hutung) auf der Separationskarte bezeichnet und in der Tabelle der Flurnamen unter Nr. 6 aufgeführt. (Beide Fotos: Familienarchiv Arno Michelchen)

 

Die Pferde von Kurt Michelchen im Jahr 1959 auf der Wiese hinter dem Hof in der Dorfstraße, es waren Arbeitspferde unter anderem für seine Gespanne. Im Hintergrund sieht man offenbar die erst im Jahr zuvor neu errichtete Scheune mit den drei Toren, ihre Baugeschichte ist auf der Sonderseite zum Scheunenbau ausführlich dokumentiert. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)

 

Kurt Michelchen (rechts im Bild) besuchte als junger Mann jedes Jahr die Hengstparade in Moritzburg, hier ist er zu sehen um 1960 (?) mit Reithose. Der zweite Mann ist unbekannt.
(Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)

+++++++++ Das wird wohl eher in Westberlin gewesen sein,
ein modernes Gebäude dieser Art hat in Moritzburg zu dieser
Zeit nicht existiert ?????? ++++++

Hier muss noch Inhalt her, z.B. ein Text zur Pferdeleidenschaft von Kurt nicht nur im Zusammenhang mit Nutztieren sondern auch mit Reitsport. Auf dem Foto trägt er eine Reithose ???
ist er auch selbst geritten ???  ++++++++++++++++























 

Feldarbeit in Kuschkow um 1965, Futterrübenernte auf dem Feld von Kurt und Elfriede Michelchen. Die große Frau (die Zweite von rechts) ist Luise Michelchen. Die Frau links neben ihr könnte Frau Städter sein. Die anderen Helfer wurden nicht erkannt.
(Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)
Das Foto zeigt, wie die Futterrüben mit einem Messer von Blättern und Wurzel befreit und in Haufen gepackt werden. Wenn das Pferdegespann eintrifft, werden die Rüben zum Abtransport einzeln auf den Wagen geworfen. Man bedenke, dass eine Rübe ein bis drei Kilogramm schwer sein kann. Bereits vor der Rübenernte brachen die Bauern einige der äußeren Blätter von den Rüben ab und verfütterten sie als Grünfutter.

 


Rübenernte in Kuschkow um 1965, zwei Bilder vom Abtransport der aufgeladenen Futterrüben vom Feld von Kurt und Elfriede Michelchen (siehe dazu das Foto weiter oben). Für den baldigen Verbrauch brachte man einen Teil zum Bauernhof, sie wurden in Nähe der Ställe gelagert. Das obere Bild zeigt das mit Rüben beladene Fuhrwerk vor dem hinteren Hoftor zum Hof Michelchen in der Kirchstraße. Ein größerer Teil wurde eingemietet und diente als Futter für die Winterzeit (auf dem unteren Foto zu sehen). Die zu Mieten aufgeschütteten Rüben wurden gegen Frost mit Stroh abgedeckt. Zuletzt schippte man eine Sandschicht auf das Stroh. Die bedarfsgerechte Entnahme im Winter begann am vorderen Ende einer Miete. Die Entnahmestelle wurde wie beschrieben wieder sorgfältig abgedeckt. In gleicher Weise mietete man auch Kartoffeln ein.

Der Transport erfolgte hier mit einem dreispännigen Pferdefuhrwerk, ein seltener Anblick. In der Regel wurden nur zweispännige Fuhrwerke im landwirtschaftlichen Betrieb verwendet. Auf den Fotos ist erkennbar, dass die rechten beiden Pferde in normaler Position an der Deichsel liefen ("Stangenpferde"), während das linke Pferd seitlich daneben gespannt war. Wahrscheinlich wurde dieses Pferd wieder an die Arbeit gewöhnt. Auf diese Weise wurden auch Fohlen als Arbeitspferde angelernt. Pferdehaltung und Pferdezucht waren der ganze Stolz und ein Hobby von Kurt Michelchen; sein Sohn Arno setzte diese Tradition fort. (Beide Fotos: Familienarchiv Arno Michelchen)

 

Werner Jäzosch mit Hundegespann auf dem Michelchen-Hof in der Dorfstraße mit Arno Michelchen, Sohn von Kurt und Elfriede Michelchen, im Handwagen um 1960. Das Foto ist leider schon stark beschädigt. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)

 

Kuschkower Männer bei der Waldarbeit, die meisten mit einer Axt in der Hand, ein Gruppenbild wohl um 1980 (?). Zu sehen sind von links nach rechts: Wolfgang Wilke, ..?.., Kurt Michelchen, ..?.., Arno Michelchen, Werner Jäzosch, ..?.., davor kniend Hardy Mietk, .... Wolling, Reinhard Feldner (?) und .... Hobgel. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)

 

Die beiden Brüder Kurt (mit Jackett) und Heinz Michelchen waren auch im Chor aktiv. Hier sind sie im Bild zu sehen (rechts außen) mit dem Gemischten Chor Kuschkow mit Chorleiter Gerhard Scheibe am Akkordeon bei einem Auftritt im Schankraum der Gaststätte Koschack in Kuschkow. Der Anlass für diese Veranstaltung um 1975 ist nicht bekannt. (Foto: Familienarchiv Heinz Michelchen)

 

Der Hof Görzig-Michelchen dürfte nach seiner Struktur und Lage im Kernbereich des Dorfes zu den ältesten Höfen von Kuschkow gehören, vermutlich noch aus der Gründungszeit der Siedlung. Weitere Erläuterungen zu diesem Thema gibt es auf der Sonderseite zu Siedlung, Haus und Hof (siehe direkt hier: ►), dort auf der Separationskarte ist der Hof Görzig mit der Hofnummer 49 bezeichnet und das ehemalige Wohnhaus rot markiert.



 




Quellen- und Literaturverzeichnis

Hinweis: Hier finden Sie nur Literaturangaben zum Inhalt dieser Seite im weitesten Sinne. Das allgemeine Literaturverzeichnis zu Kuschkow und der Niederlausitz als Thema der gesamten Website finden Sie auf der Hauptseite (Startseite, siehe hier: ►).

Balke, Lotar: Bauen und Wohnen in Heide und Spreewald. Vom Wandel Lausitzer Volksarchitektur im 20. Jahrhundert. Schriften des Sorbischen Instituts. Domowina-Verlag Bautzen 1994. Ab Seite 94: Wesensmerkmale und Entwicklungstendenzen traditioneller ländlicher Bau- und Wohnweise bis 1945.

Brandenburgisches Landeshauptarchiv ‒ BLHA, im Internet unter https://blha.brandenburg.de (siehe direkt hier: ►) mit Rechercheangeboten zu sämtlichen historischen Dokumenten der brandenburgischen Landesgeschichte. Viele der Dokumente sind inzwischen digitalisiert und per Internet frei zugängig, auch diverse Fachbücher kann man sich als PDF-Dateien herunterladen.

Chronik der Gemeinde Kuschkow. Erarbeitet 2002 von Birgit Martin als ABM-Leistung im Auftrag der Gemeinde Kuschkow. Umfangreiche Loseblattsammlung in einem Ordner, aufbewahrt und weiterverarbeitet zur gedruckten Chronik durch Familie Gerhard Scheibe 2003 (siehe nächste Position).

Chronik der Gemeinde Kuschkow. Herausgegeben von der Gemeindevertretung Kuschkow zur 675-Jahrfeier 2003; Redaktion und inhaltliche Bearbeitung durch Familie Gerhard Scheibe; Kuschkow 2003

Kaak, Heinrich: Geschichte des Dorfes in Brandenburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Brandenburgische Historische Kommission e.V., Potsdam 2010; separat publiziert als "Leitfaden für Ortschronisten in Brandenburg". Als PDF auf der Website des Brandenburgischen Landeshauptarchivs unter https://blha.brandenburg.de

Kreisarchiv Landkreis Dahme-Spreewald in Luckau, Online-Findbuch mit umfangreichen Recherche-Möglichkeiten zum amtlichen und nichtamtlichen Archivgut unter https://www.kreisarchiv-lds.findbuch.net, z.B. zum Personenstandsregister der Standesämter mit Geburtenbüchern, Ehebüchern und Sterbebüchern ‒ siehe direkt hier: ►

Landgemeindeordnung für die sieben östlichen Provinzen der Monarchie. Vom 3. Juli 1891. (Gesetz-Sammlung Seite 233). R. v. Decker's Verlag, Berlin 1891. Preußische Landgemeindeordnung, betrifft Ostpreußen, Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien und Sachsen. Als PDF digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz.

Lehmann, Rudolf: Historisches Ortslexikon für die Niederlausitz. Band 1: Die Kreise Luckau, Lübben und Calau. Erschienen im Selbstverlag des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde, Marburg 1979; Kuschkow auf Seite 185. Digitalisiert erschienen im Berliner Wissenschafts-Verlag 2011

Lippert, Woldemar (Hrsg.): Urkundenbuch der Stadt Lübben. Teile 1-3. Im Auftrage der Stände des Markgraftums Niederlausitz herausgegeben von Woldemar Lippert. Druck und Verlag der Wilhelm und Bertha von Baensch Stiftung, Dresden.
Band 1: Die Lübbener Stadtbücher. Dresden 1911
Band 2: Die Lübbener Stadtrechnungen des 15. und 16. Jahrhunderts. Dresden 1919
Band 3: Die Urkunden der Stadt und des Amtes Lübben, der Herrschaften Zauche, Pretschen und Leuthen. Dresden 1933
Digitalisiert von der Sächsischen Landesbibliothek Dresden unter https://katalog.slub-dresden.de/id/0-1167150465

Lübbener Kreiskalender (Kreis-Kalender) in historischen Ausgaben ab 1913 (Stand Dezember 2022), digitalisiert als PDF mit vielen interessanten Beiträgen auch zu Kuschkow und Umgebung, findet man auf der Website der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam unter https://opus4.kobv.de/opus4-slbp/solrsearch/index/search/searchtype/collection/id/18476

Neumann, Johann Wilhelm: Die Verhältnisse der Niederlausitzischen Landbewohner und ihrer Güter von den frühesten bis auf die neuesten Zeiten. Ein Beitrag zum Niederlausitzischen Provinzial-Rechte. Lübben bei C. T. Gotsch, 1835. Digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin / Preußischer Kulturbesitz. Enthält eine detaillierte Darstellung der sozialen Schichten innerhalb eines Dorfes mit ihren unterschiedlichen Besitzverhältnissen, Rechten und Pflichten.

Philler, Otto: Das Gesetz über den Eigenthumserwerb und die dingliche Belastung der Grundstücke, Bergwerke und selbstständigen Gerechtigkeiten; die Grundbuch-Ordnung und das Stempel-Abgaben-Gesetz vom 5. Mai 1872. Mit einem Kommentar ... und einem ausführlichen Register. Herausgegeben von O. Philler, Kreisrichter. Verlag von Emil Baensch, Königlicher Hofbuchhändler, Magdeburg 1872 (mehrfach digitalisiert im Internet). In § 76 der Grundbuch-Ordnung ist z.B. festgelegt, dass Altenteile in der zweiten Abteilung der Grundbücher eingetragen werden.

Scheibe, Gerhard: Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Kuschkow, Kreis Lübben. Kuschkow 1978 (erschienen im Eigenverlag der Gemeinde zur 650-Jahrfeier)

Website "Fotografie und Architektur" (siehe hier: ►) mit Fotos und Informationen zu historischen Gebäuden, Dörfern und Architekturobjekten; zur Dorfgeschichte in Brandenburg allgemein sowie in Kuschkow siehe dabei die Spezialseiten:
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 1, Kulturgut im ländlichen Siedlungsraum (siehe hier: ►)
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 2, Gebäude, Baugestaltung, Natur und Landschaft (siehe hier: ►)
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 4, Bauernhausarchitektur in Stichworten und Bildern (siehe hier: ►)
- Architekturfotos und einige Angaben zu Kuschkow (siehe hier: ►)
- Erwin Seemel: Bevölkerungs- und Wirtschaftsverhältnisse im Amt Lübben um 1720 (siehe hier: ►)

Website "md museum-digital" (https://www.museum-digital.de, siehe direkt hier: ►), eine nach Bundesländern, Regionen, Orten und Themen sortierte Plattform, auf der große und kleine Museen Informationen zu ihren Objekten veröffentlichen können, darunter auch Bild- und Fotosammlungen

Wegener, Fritz: Beiträge zur Chronik des Dorfes Kuschkow. Enthalten in: Lübbener Kreis-Kalender 1927, Verlag des Lübbener Kreisblattes, Buchdruckerei Richter & Munkelt, Lübben (Spreewald); Seiten 46-51 (siehe direkt hier: ►)

Wegener, Fritz: Die 600-Jahrfeier der Dorfgemeinde Kuschkow. Enthalten in: Lübbener Kreis-Kalender 1929, Verlag des Lübbener Kreisblattes, Buchdruckerei Richter & Munkelt, Lübben (Spreewald); Seite 44 (siehe direkt hier: ►; der Name des Lehrers Wegener ist im Artikel falsch als "Wegner" angegeben)


 


 

 
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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 15.10.2026
 

   


 

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