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Der Bauernhof Görzig-Michelchen in der
Dorfstraße
Der Hof in der Dorfstraße 4 (heute Dorfanger 4) wird hier wie schon oben auf
der Seite zum Scheunenbau 1958 bezeichnet als "Hof Görzig-Michelchen",
zur Unterscheidung vom Hof Heinz Michelchen in der Kirchstraße. Der Hof in der
Dorfstraße hatte unter dem Namen Görzig durch Jahrhunderte männliche Nachfahren.
Die männliche Erbnachfolge war aber, nachdem seine beiden Söhne Paul und Hermann
im Zweiten Weltkrieg gefallen waren, nicht mehr gesichert. Paul Görzig starb
1954. Nach der Heirat seiner Enkeltochter Elfriede mit Kurt Michelchen 1957
wurde der Hof unter dem Namen Michelchen weitergeführt und befindet sich bis
heute in diesem Familienbesitz; heute ist ihr Sohn Arno Michelchen der
Eigentümer. Kurt Michelchen war der ältere Bruder von Heinz Michelchen und
Sohn von Max Michelchen mit Hof in der Kirchstraße, dessen Familiengeschichte
wird auf der Seite zur Lehrerin Luise Michelchen behandelt (siehe direkt hier:
►).
Der Hof Görzig
Die Familie Görzig zählt nicht nur zu den alteingesessenen Familien des Dorfes,
das Bauerngut der Familie in der Dorfstraße hatte auch durch die Jahrhunderte
männliche Nachfahren und damit Stammhalter als Hoferben. Womöglich bestand die
bäuerliche Laßnahrung der Familie unter einem anderen Namen
schon seit Gründung des Dorfes an dieser Stelle. Der Name Görzig ist in
unterschiedlicher Schreibweise in historischen Dokumenten anzutreffen,
aber nicht im ersten und zweiten Band der von Woldemar Lippert herausgegebenen
Lübbener Stadtbücher für den Zeitraum von 1382 bis 1526. Jedoch nennt das
Namensverzeichnis des "Amts Lübben Erb-Zinnß-Register vom 30. October 1670.
Lübnische Neun Ambts-Dörffer" den "Hannß Gerczigk"
als einen der "Zehen Bauern" von Kuschkow (gemäß Heimatkalender
des Kreises Lübben 1942, Seite 40; siehe unter Lübbener Kreiskalender im
Literaturverzeichnis). Im Namensverzeichnis des Kirchenbuches Nummer 11571
für die Jahre 1648-1728 werden die Seitenangaben und Nummern zu
Gerzig aufgeführt. Die dazu gehörenden Daten und
Vornamen sind noch nicht ermittelt.
► Hinweis: Eine Laßnahrung / ein Laßgut
(eine lassitische Nahrung) war eine vom Grundeigentümer gegen bestimmte
Leistungen oder Zahlungen zeitlich befristete oder auf Lebenszeit
überlassene Hofstelle, also Besitz und Nutzungsrecht,
aber kein Eigentum des Laßbauern bzw. Nutzungsberechtigten. Erst im
Jahr 1838 erfolgte die Eigentumsverleihung der bäuerlichen lassitischen
Nahrungen an die damaligen Besitzer; weitere Informationen dazu gibt
es auf den Sonderseiten zur Separation sowie auf der Seite zu Haus
und Hof. Die Herrschafts- und Einwohnerverhältnisse in Kuschkow seit
1328 werden auf der Startseite dargestellt. Die Bezeichnung Laßgut
taucht in der älteren Literatur in diversen Varianten auf, so z.B.:
Laßgut, Lassgut, Laaßgut, Laaßguth, ...
Michael Gertzig erscheint
im Jahr 1748
als einer der aufgeführten Männer des
gesamten Dorfes im Konzessionsgesuch des Richters in Kuschkow zum Windmühlenbau
an den sächsischen König und Kurfürst. Die historischen Zusammenhänge
werden auf der Mühlenseite näher erläutert. Zwei Seiten mit den Unterschriften sehen Sie auf dem folgenden Auszug (Unterschrift Gertzig
rot markiert), wenn Sie das ganze Dokument sehen wollen, dann klicken Sie hier:
►
(Bildquelle: © Sächsische Staatsarchiv, Akte
10036, Nr. Rep. 139c, Nr. 1686).

Hannß Görtzig von Kuschkau erscheint
im Jahr 1781 als Mitantragsteller an erster Stelle im
Schreibens von Hanns Mating zum Thema zu leistender Dienste an
den Herzog zu Sachsen, Jülich vom 4. September 1781 (Seiten 11-12 im
Originaldokument) sowie in der weiteren Korrespondenz dazu.
Bisher sind keine Lebensdaten von ihm ermittelt.
Die historischen Dokumente können im Brandenburgischen Landeshauptarchiv
(BLHA) teilweise nur als Filmakten in sehr schlechter und kaum lesbarer
Qualität eingesehen werden, drei Bildbeispiele werden nachfolgend nur zur Information
gezeigt. Auf dem rechten Bild steht links oben an erster Stelle die
Unterschrift von Hannß Görtzig (klicken Sie hier, um eine lesbare
Vergrößerung der Seite zu sehen:
►).
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Oben: Drei Auszüge aus dem Schreiben von Hanns Mating
an den Herzog zu Sachsen, Jülich, vom 4. September 1781
mit der Unterschrift unter anderem von Hannß Görtzig.
(Quelle: Filmakten BLHA-Signatur 7Lübben-Neuzauche 200,
1781 bis 1810,
Deckblatt sowie
Seiten 11 und 12 mit Datum
und Antragsteller Hannß Mating.)
Links: Auszug aus ......... ??????????? ..............
570_Übersicht der Dienstgelder 1781)
sowie BLHA-Signatur: 7Lübben-Neuzauche 601, 1787, Seite 8, zu Spreewaldwiesen Einnahmen Kuschkauer
Besitzer ???????? .............
Eine einigermaßen lesbare Vergrößerung sehen Sie hier:
►
Der Name Görzig kommt auf diesen Seiten jedoch nicht vor.
Hans Görzig und Ehefrau Anne Margarethe geborene Borch
werden 1878 in der Sterbeurkunde ihres Sohnes Johann
George Görzig genannt; seine Lebensdaten folgen im nächsten Absatz. Vom Geburtsdatum des Sohnes hergeleitet könnten
die Eltern
um 1807 geheiratet haben. Die genauen Lebensdaten sind
noch
zu ermitteln.
Johann George Görzig (7.2.1808 - 1.2.1878)
und Ehefrau Marie geborene Groba oder Grobba (19.8.1818 - 29.8.1889), er
war ein Sohn von Hans Görzig und dessen Ehefrau Anne Margarethe geborenen Borch. Johann
George Görzig kaufte die Laßnahrung der Familie aus der Verlassenschaft seines Vaters
gemäß Vertrag von 1834. Die Eintragung erfolgte am 26.7.1839. Die Zeit seiner Hofführung war
geprägt von einschneidenden Ereignissen.
Im Rahmen des Eigentumsverleihungs-Rezesses mit der Königlichen Regierung zu Frankfurt
a. d. Oder vom 31. Mai 1838 kaufte er am 2. August desselben Jahres die Laßnahrung der
Familie als Eigentum. Die Führung der Grundbücher begann mit der Eigentumsverleihung
von 1838. Erste Eintragung im jeweilige Grundbuchblatt ist dieser Vorgang mit dem
rechtmäßigen Nachweis über den vorherigen Laßbesitz. Nachfolgend werden die ganze
Seite zum Grundbuch-Blatt Nr. 22 sowie ein Bildausschnitt gezeigt, die ganze Seite
in lesbarer Vergrößerung sehen Sie hier:
►
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Grundbuch I von Kuschkow Blatt No. 22.
für im Dorfe
Kuschkau Lübbener Kreises belegenes mit der Hausnummer 47 jetzt Nr.61
bezeichnetes Ganzbauergut nebst Zubehör.
Name des Besitzers: Johann George Görzig
Erste Rubrik. Besitztitel: ...?...
Eigenthumsverleihungs-Recesses mit der Königlichen Regierung zu Frankfurth a/O
vom 31. May 1838, de ..?..: den 2 August ej, anni aus heutigem Laaßbesitz
zu Eigenthum erworben.
Besitzer hat das Gut auf Grund des Vertrags vom 14 May 1834 aus der Verlassenschaft
seines Vaters erworben und ist titulus possessionis für ihn en decreto vom 26 Juli 1839
berichtigt. Die Nominal?taxe des Guts ist laut Regierungstaxe vom 19 Novbr 1838: 1893
Thaler 10 Sgr, geschrieben: Ein Tausend Acht Hundert Drei und Neunzig Thaler Zehen
Silbergroschen. Eingetragen en officio per Decretum vom 26 Juli 1839.
... (+++ Text kontrollieren und sauber übersetzen ... lateinische Floskeln +++)
(Bildquelle: © BLHA, Grundbuch Kuschkow, Band 1,
Blatt 22, Seite 253b, Johann George Görzig; abfotografiert von Doris Rauscher am
9.10.2024)
Wie auch die anderen Besitzer von Laßnahrungen in Kuschkow
erwarb Johann George Görzig seinen Besitz als Eigentum. Die Eigentumsverleihung
war Anlass zur Führung von Grundbüchern. Darin findet man jeweils als ersten
Eintrag den Eigentumserwerb nach Beibringen des Belegs für den rechtmäßigen
bisherigen Besitz der Laßnahrung.
Nach der Eigentumsverleihung folgte die Gemeinheitsteilung. An dieser Stelle
soll nur auf den Erwerb der Pferdebucht, den der Auszug der Gemeinheitsteilung
von 1844 belegt, (DSC01094) eingegangen werden. Die Separationskarte zeigt die
Ausmaße der Pferdebucht I und II als ein sehr großes, teilweise mit Bäumen
bestandenes Stück, welches sich über die Pläne Nummer 131 roth bis 134 roth
erstreckte. Ganzbauer Görzig (J.G.) kaufte davon den Teil aus Plan 134 roth.
Die zahlreich im Dorf gehaltenen Pferde benötigten diese große "Pferdebucht".
Je nach Gebrauch änderte sich die Bezeichnung später. Mein Vater sprach immer
von der Schweinebuchte oder sie wurde danach nur als Buchte bezeichnet.
Die Separation in Folge zog sich über einen langen Zeitraum, mindestens
12 Jahre hin. Die Protokolle der Verhandlungen dazu beginnen 1842, Details
wie Karten, Separationsrezess und Verhandlungsprotokolle werden auf den
Sonderseiten zur Separation ausführlich dargestellt. Johann George Görzig
war zu Beginn der Verhandlungspartner und später sein Sohn August. Auch
dieser Prozess war mit Geldzahlungen verbunden.
Als weiteres gravierendes Ereignis in der Lebenszeit von Johann George Görzig
muss der verheerende Brand von 1857 erwähnt werden, der das ganze Dorf betraf.
An dieser Stelle wird unbedingt empfohlen, die kurzen Berichte vom 22. und 23.
Juni 1857 über den Brand von Pfarrer Böttger in der Schulchronik Teil 1.1. nachzulesen.
Neben den Schulden aus Erbkauf, Eigentumsverleihung und Separation, Steuern
und Abgaben folgte nun der Brand, der alles zerstörte. Weitere Schulden zum
Wiederaufbau mussten aufgenommen und über Generationen abgetragen werden.
Glücklich waren diejenigen, die ohne Insolvenz weiter wirtschaften konnten.
Daneben traten immer wieder Missernten durch Unwetter wie am 29. Juni 1854,
Frost, Hitze- und Dürreperioden, Hochwasser 1850 und 1860, die den Erlös der
Bauern erheblich schmälerten. Abzahlungen und Steuern konnten oft nur mit
Hilfe neuer Schulden gezahlt werden. Der Separationsrezess schloss von
vornherein jeglichen Zahlungsaufschub oder -reduzierung aus, so dass die
volle Last auch nach der Brandkatastrophe zu tragen war.
August Görzig (19.1.1837
- 20.6.1910), Sohn von Johann George und Marie Görzig, heiratete vor 1865
Christiane geborene Hessa (1.10.1843 -
5.1.1907) aus Biebersdorf. August erwarb das Bauerngut in Kuschkow gemäß
Vertrag 1864 von seinem Vater. Er begleitete wie von seinem Vater begonnen
den Separationsprozess bis zum Vollzug. In den Separationskarten trägt das
Grundstück, bestehend aus Hofstelle, Garten und dahinter Land, die Plan-Nummer
49 blau. Görzigs Wohnhaus hatte zu dieser Zeit die Nummer 47. Während die
Hausnummern auf der gegenüberliegenden Seite der Dorfstraße mit der
jeweiligen Plan-Nummer übereinstimmten, war das auf Görzigs Straßenseite
nicht der Fall.
Preußen führte mit dem preußischen Grundsteuergesetz von 1861 Regeln für
die Besteuerung von Gebäuden ein, was in der Vorbereitung der Grund zur
Änderung der Hausnummerierung gewesen sein könnte. Die Klassensteuerrolle
der Gemeinde Kuschkow von 1869/70 weist bereits die Nummer 61 für das
Wohnhaus Görzig aus. Interessant ist dabei die wirtschaftliche Bewertung
aller Güter in Kuschkow als Basis für die Steuerermittlung.
August Görzig, bezeichnet als Bauer und Viehhändler,
wird mit 5 Pferden, 3 Ochsen, 7 Kühen und 60 Schafen bewertet (++++++++++
DSC02856 im Ordner Klassensteuerrolle ????). Im gesamten Dorf wurden 48 Pferde,
43 Ochsen, 107 Kühe und 570 Schafe gehalten. (+++++++++++BLHA Signatur:
6B Lübben 216; Klassensteuerrollen der Gemeinden A-L 1869/1870, Kuschkow
+++ beide Bilder fehlen ???)
Nachfahren von August Görzig:
Hermann Paul Görzig (15.9.1878
- 30.3.1954), Sohn von August Görzig und Erbe des Bauerngutes in der Dorfstraße.
Wilhelmine Ernestine Martha Görzig geborene Droas (3.4.1877
- 3.8.1974), Tochter des Schmiedemeisters Adolf Droas und Wilhelmine geborene
Borch, wohnhaft in Treppendorf, Heirat am 2.7.1910. Im selben Jahr kaufte er
das Gut von seinem Vater.
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Das Ehepaar Paul und Martha Görzig, verheiratet
seit 2.7.1910 gemäß Heiratsurkunde im Kreisarchiv, in undatierten
Aufnahmen
aus dem Familienarchiv von Arno Michelchen.
Hermann Paul Görzig sen. (15.9.1878 - 30.3.1954)
war ein Sohn von August und Christiane Görzig. Er war Bauer auf seinem Hof in
der Dorfstraße 4 in Kuschkow sowie Schulvorsteher und von
Oktober 1924 bis 1933 auch Gemeindevorsteher. Er wird mehrfach
in der Schulchronik erwähnt.
Wilhelmine Ernestine Martha Görzig (3.4.1887 - 3.8.1974,
geborene Droas) war die Tochter des Schmiedemeisters Adolf
Droas und seiner Ehefrau Wilhelmine, geborene Borch, aus Treppendorf.
Unten ist ihr Grabstein zu sehen, daneben der
Grabstein von Emil Görzig (Bruder von Paul) und Ehefrau Anna Görzig.
Weiter unten
wird deren Familiengeschichte kurz dargestellt.
Nachfahren von Hermann Paul Görzig:
Erste Tochter: Frieda Helene Martha Görzig (7.4.1911 - 16.3.1993),
sie war zweimal verheiratet:
Erste Ehe am 13.6.1931 mit dem Müller Emil Fritz Wolff (20.3.1909 - 6.5.1934,
siehe folgendes Foto rechts),
Tochter aus dieser ersten Ehe: Elfriede Wolff (13.9.1931 - 27.6.2016).
Zweite Ehe am 16.5.1937 mit Holzschuhmachermeister Hermann Gunar Beyer (29.8.1908 - 1942,
in der Ukraine gefallen), Sohn aus dieser zweiten Ehe: Hermann Beyer, geboren 1938 in Wriezen.
Die Familie lebte in Wriezen. Frieda Beyer hatte ihren zweiten Ehemann 1942 im Krieg
und ihren Besitz in Wriezen 1944 durch Kriegseinwirkungen verloren. Sie ging mit ihren
Kindern nach Kuschkow zurück und lebte dort im Elternhaus. Ihr Sohn Hermann Beyer
wohnt seit seiner Heirat 1960 in Neu Lübbenau.
Erster Sohn: Paul Görzig (20.12.1912 - 22.4.1945, siehe folgendes
Portraitfoto links), als Obergefreiter der Wehrmacht gefallen in Santa Lucia, Italien;
Sterbeurkunde ausgestellt am 15.9.1948
Zweite Tochter: Else Käthe Erna Görzig (4.12.1916 - 5.6.1991),
sie heiratete am 5.6.1943 den Unteroffizier Paul Erich Borch (22.7.1914 - 5.1.1992),
dieser war ein Sohn von Friedrich Ernst Borch (6.6.1870 - 1944, Landwirt in Kuschkow) und
Auguste Louise Kaßülke (27.12.1877 - ..?..), Heirat der Eltern am 1.1.1897 in Rudow.
Zweiter Sohn: Hermann Görzig (28.12.1919 - 1945), ebenfalls gefallen,
bisher keine Angaben zu Datum und Ort.
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Links: Paul Görzig jun., Sohn von Paul und Martha Görzig (siehe oben) in einer
Aufnahme als Soldat in Uniform wohl um 1940.
Mitte:
Die junge Frau war vermutlich ein Familienmitglied Görzig,
mehr konnte leider bisher noch nicht ermittelt werden.
Rechts: Der Müller Emil Fritz Wolff,
Sohn von Müllermeister Hermann und Marie Wolff. Von 1931 bis zu seinem
Tod 1934 war er der Ehemann von Frieda Wolff, Tochter von Paul und Martha Görzig,
und Vater von Elfriede Wolff. Elfriede hat später Kurt Michelchen geheiratet
und mit ihm zusammen den Hof ihres Großvaters Paul Görzig übernommen und
weitergeführt; siehe dazu die Angaben oben zum Scheunenbau. Weitere
Angaben zur Familie Wolff gibt es auf der Mühlenseite.
(Alle Fotos: Familienarchiv von Arno Michelchen)
Hermann
Paul Görzig
1910 ging die Erbfolge an Hermann Paul Görzig, Sohn von August
Görzig. Von da an betrieb er den Hof in der Dorfstraße als Bauer, wie er links auf
einem Bild aus der Zeit um 1940 (?) zu sehen ist. In der Heiratsurkunde
von 1910 wurde er (offenbar traditionell) noch immer als Laßgutsbesitzer
bezeichnet, obwohl seine Familie und damit auch er schon längst
Eigentümer des Gutes waren. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)
Die Schulchronik berichtet auf Seite 78 von der Wahl Paul Görzigs im Oktober 1924
zum Gemeindevorsteher. Ihm wurden zwei Schöffen, Paul Michelchen und Emil Elsner,
sowie Hilfsschöffe Gustav Rattei zur Seite gestellt. Die Landgemeindeordnung
Preußens vom 3. Juli 1891 (siehe Literaturverzeichnis unten) legte eine Amtszeit
von 6 Jahren fest. Jedoch erfolgte die nächste Gemeinderatswahl bereits am 17.
November 1929, welche die Liste von Hugo Michelchen-Güthler gewann. In der
Chronik der Gemeinde Kuschkow gibt Gerhard Scheibe den Hinweis, dass der Herr
Gemeindevorsteher das Stallgebäude, dessen Vorgängerbau 1857 vom Brand zerstört
wurde, erbaute. Dieses Gebäude wird auf der Sonderseite zum Scheunenbau auf dem
Hof Görzig-Michelchen gezeigt und ausführlich beschrieben.
Paul Görzig ließ den Hof 1935 als Erbhof in die Erbhöferolle von Kuschkow
eintragen (bzw. sein Hof wurde von Amts wegen eingetragen; weitere
Informationen zu diesem Thema am Beispiel des Hofes Schneider in der
Gröditscher Straße siehe hier:
►).
Der Hof in der Dorfstraße hatte unter
dem Namen Görzig durch Jahrhunderte männliche Nachfahren. Die männliche
Erbnachfolge war aber, nachdem seine beiden Söhne Paul und Hermann im
Zweiten Weltkrieg gefallen waren, nicht mehr gesichert; im Übrigen war
das Reichserbhofgesetz seit 1947 durch Alliiertes Kontrollratsgesetz
Nr. 45 aufgehoben.
Paul Görzig starb 1954. Nach der Heirat seiner Enkeltochter Elfriede mit
Kurt Michelchen 1957 wurde der Hof unter dem Namen Michelchen weitergeführt
und befindet sich bis heute in diesem Familienbesitz.
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Elfriede Wolff (hinten) und ihre Großcousine
Giesela Wrege vorn auf dem Pferd um 1937
auf dem Bauernhof Görzig vor dem alten Stallgebäude, welches ursprünglich
ein Fachwerkbau mit Oberlaube (Laubengang / Galerie) war; siehe dazu das
Foto mit ausführlicher Beschreibung auf der Scheunenbau-Seite (direkt
hier:
►). Das Gebäude stand und steht noch heute im stark
umgebauten und umgenutzten Zustand vorn an der rechten Grundstücksseite
(von der Straße aus gesehen) zum damaligen Nachbargrundstück Hilbert,
nur minimal zurückgesetzt hinter der Straßengrenze. Am rechten Bildrand
erkennt man hinter Elfriede die Hofmauer zur Straße und dahinter die
großen Straßenbäume. Gut sichtbar ist auch das Pferdegeschirr / Zaumzeug
der beiden Zugtiere an der Wagendeichsel. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)
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Noch einmal Elfriede Wolff (links im Bild) und ihre Großcousine
Giesela Wrege um 1937 auf dem Bauernhof Görzig,
rechts steht der Leiterwagen von Paul Görzig mit dem Eigentümerschild unter der
Deichselstange, dieses Schild existiert noch heute (siehe folgendes Foto). Im
Hintergrund sieht man ein für brandenburgische Höfe typisches Stallgebäude mit
Heuboden und Ladeluke über den Ställen, im linken Gebäudeteil könnte eine
Werkstatt oder eine Altenteiler-Wohnung gewesen sein. Das Gebäude befindet
sich noch heute im stark umgebauten Zustand an der hinteren linken Grundstücksgrenze
(von der Straße aus betrachtet) zum Nachbarhof Dorfstraße 3. (Foto: Familienarchiv
Arno Michelchen)
Das
Wagenschild / Eigentümerschild zum Leiterwagen von
Paul Görzig, das auf dem Foto oben am Wagen unter der Deichselstange
zu sehen ist. (Bildquelle: Arno Michelchen, Foto: Doris Rauscher)
Die Familie Görzig war weit verzweigt. Hier auf dieser Webseite wird nur die
Linie der Besitzer und Eigentümer des Bauerngutes in der Dorfstraße behandelt.
Das einzige ehemalige Bauerngut in Kuschkow, dessen Eigentümer immer noch
den Namen Görzig tragen, soll zur Information noch kurz erwähnt werden:
Adolf Emil Görzig (30.4.1876 - 30.5.1938),
Sohn von August und Christiane Görzig und Bruder von Hermann Paul Görzig,
heiratete am 30.5.1909 die Anna Elise Bausemer (18.5.1886 - 1.5.1966), Tochter des
Stammgutsbesitzers Philipp Bausemer und dessen Ehefrau Emma. Adolf Emil Görzig lebte
mit seiner Frau und den beiden Söhnen Bernhard (30.4.1910 - ..?..) und Günter
(18.3.1924 - ..?..) auf dem Bauerngut außerhalb des Dorfes an der Gröditscher Straße.
Leider ist unbekannt, wer den Hof in welchem Jahr errichtete. Das Wohnhaus wurde 1945
durch russischen Beschuss völlig zerstört (weitere Informationen zum Kriegsende gibt
es in der Schulchronik Teil 1.3). Die Witwe wohnte mit Sohn Bernhard und all ihrem
Hab und Gut bis zu ihrem Tod in der Holzbaracke neben der Wohnhausruine. Bernhard
verließ Kuschkow. Ihr Sohn Günter Görzig gründete in Süddeutschland
eine Familie und kehrte erst in den 1950er Jahren nach Kuschkow zurück. Er baute
das zerstörte Elternhaus wieder auf und bewohnte es mit seiner Familie. Haus und
Hof sind bis heute im Besitz der Familie von Günter Görzig.
Der Hof Michelchen
Kurt Michelchen (19.4.1935 - 13.1.2025)
war der ältere Bruder von Heinz Michelchen und Sohn von Max Michelchen mit Hof in der
Kirchstraße, dessen Familiengeschichte wird auf der Seite zur Lehrerin Luise Michelchen
behandelt. Paul Görzig starb 1954. Nach der Heirat seiner Enkeltochter Elfriede Wolff
mit Kurt Michelchen im Jahr 1957 wird der Hof Görzig unter dem Namen Michelchen
weitergeführt und befindet sich noch immer in Familienbesitz. Kurt Michelchen,
bewirtschaftete das Bauerngut, baute 1958 eine neue große Scheune, sanierte das
Dach auf dem Stall (siehe dazu die Sonderseite zum Scheunenbau auf dem Hof
Görzig-Michelchen) und später das Wohnhaus. Das Paar bekam eine Tochter und
drei Söhne.
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Hochzeit Elfriede Wolff + Kurt Michelchen 1957, Hochzeitsgesellschaft
vor ihrem Wohnhaus Dorfstraße 4 (heute Dorfanger 4), damals noch mit der ursprünglichen
Stuckfassade und einer hölzernen Eingangslaube. Links neben der Braut sitzt die Mutter
des Bräutigams Hedwig Michelchen, rechts neben dem Bräutigam sitzen die Brautmutter
Frieda Beyer und die Großmutter der Braut Martha Görzig. Der Bruder des Bräutigams,
Heinz Michelchen, ist die dritte Person von rechts in der dritten Reihe. Die anderen
Personen der Hochzeitsgesellschaft werden auf der Hochzeitsseite Teil 1 genannt.
(Foto: Familienarchiv Jäzosch)
Kurt Michelchen war wie seine Vorfahren Michelchen und Borch ein
leidenschaftlicher Imker und Pferdeliebhaber. Ein Bienenhaus stand in
der "Buchte", und ein weiteres im Garten hinter dem Hof.
Das Flurstück "Buchte", wie oben erwähnt seit 1844 Eigentum der Familie
Görzig, war und ist ein sehr idyllischer Ort, der Bienen, wie auch
Rindern und Pferden alles bietet, was sie brauchen. Seine Liebe zu
den Pferden gab Kurt an seinen älteren Sohn und einen seiner Enkelsöhne
weiter. Beide sind als Reiter auf Fotos auf der Sonderseite "Reiten
und Reiter in Kuschkow" zu sehen.
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Links der Bienenwagen (das Bienenhaus) und rechts der
Unterstand (eine Baracke) von Kurt Michelchen in der
"Buchte", einer Landschaftsgegend in Kuschkow nördlich der
Ortslage (nördlich hinter dem Friedhof), zwei Aufnahmen um 1960
(?). Auf der Sonderseite zum Thema "Separationskarten und Flurnamen"
wird die Buchte als "Pferdebucht" (von sorbisch Buchta = umzäunte
Hutung) auf der Separationskarte bezeichnet und in der Tabelle der Flurnamen
unter Nr. 6 aufgeführt. (Beide Fotos: Familienarchiv Arno Michelchen)
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Die Pferde von Kurt Michelchen im Jahr 1959 auf der
Wiese hinter dem Hof in der Dorfstraße, es waren Arbeitspferde unter
anderem für seine Gespanne.
Im Hintergrund sieht man offenbar die erst im Jahr zuvor neu errichtete
Scheune mit den drei Toren, ihre Baugeschichte ist auf der Sonderseite
zum Scheunenbau ausführlich dokumentiert. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)
Kurt
Michelchen (rechts im Bild) besuchte als junger Mann jedes Jahr die Hengstparade in
Moritzburg, hier ist er zu sehen um 1960 (?) mit Reithose. Der zweite Mann ist unbekannt.
(Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)
+++++++++ Das wird wohl eher in Westberlin gewesen sein,
ein modernes Gebäude dieser Art hat in Moritzburg zu dieser
Zeit nicht existiert ?????? ++++++
Hier muss noch Inhalt her, z.B. ein Text zur Pferdeleidenschaft von Kurt
nicht nur im Zusammenhang mit Nutztieren sondern auch mit Reitsport. Auf
dem Foto trägt er eine Reithose ???
ist er auch selbst geritten ??? ++++++++++++++++
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Feldarbeit in Kuschkow um 1965,
Futterrübenernte auf dem Feld von Kurt und Elfriede Michelchen. Die große
Frau (die Zweite von rechts) ist Luise Michelchen. Die Frau links neben
ihr könnte Frau Städter sein. Die anderen Helfer wurden nicht erkannt.
(Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)
Das Foto zeigt, wie die Futterrüben mit einem Messer von Blättern und Wurzel
befreit und in Haufen gepackt werden. Wenn das Pferdegespann eintrifft, werden
die Rüben zum Abtransport einzeln auf den Wagen geworfen. Man bedenke, dass
eine Rübe ein bis drei Kilogramm schwer sein kann. Bereits vor der Rübenernte
brachen die Bauern einige der äußeren Blätter von den Rüben ab und
verfütterten sie als Grünfutter.
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Rübenernte in Kuschkow um 1965, zwei Bilder
vom Abtransport der aufgeladenen Futterrüben vom Feld von Kurt und Elfriede
Michelchen (siehe dazu das Foto weiter oben). Für den baldigen Verbrauch brachte
man einen Teil zum Bauernhof, sie wurden in Nähe der Ställe gelagert. Das obere
Bild zeigt das mit Rüben beladene Fuhrwerk vor dem hinteren Hoftor zum Hof
Michelchen in der Kirchstraße. Ein größerer Teil wurde eingemietet und diente
als Futter für die Winterzeit (auf dem unteren Foto zu sehen). Die zu Mieten
aufgeschütteten Rüben wurden gegen Frost mit Stroh abgedeckt. Zuletzt schippte
man eine Sandschicht auf das Stroh. Die bedarfsgerechte Entnahme im Winter
begann am vorderen Ende einer Miete. Die Entnahmestelle wurde wie beschrieben
wieder sorgfältig abgedeckt. In gleicher Weise mietete man auch Kartoffeln ein.
Der Transport erfolgte hier mit einem dreispännigen Pferdefuhrwerk, ein
seltener Anblick. In der Regel wurden nur zweispännige Fuhrwerke im
landwirtschaftlichen Betrieb verwendet. Auf den Fotos ist erkennbar,
dass die rechten beiden Pferde in normaler Position an der Deichsel
liefen ("Stangenpferde"), während das linke Pferd seitlich daneben
gespannt war. Wahrscheinlich wurde dieses Pferd wieder an die Arbeit
gewöhnt. Auf diese Weise wurden auch Fohlen als Arbeitspferde angelernt.
Pferdehaltung und Pferdezucht waren der ganze Stolz und ein Hobby von
Kurt Michelchen; sein Sohn Arno setzte diese Tradition fort. (Beide
Fotos: Familienarchiv Arno Michelchen)
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Werner Jäzosch mit Hundegespann auf dem Michelchen-Hof
in der Dorfstraße mit Arno Michelchen, Sohn von Kurt
und Elfriede Michelchen, im Handwagen um 1960. Das Foto
ist leider schon stark beschädigt. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)
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Kuschkower Männer bei der Waldarbeit, die meisten mit einer Axt
in der Hand, ein Gruppenbild wohl um 1980 (?). Zu sehen sind von
links nach rechts: Wolfgang Wilke, ..?.., Kurt Michelchen, ..?..,
Arno Michelchen,
Werner Jäzosch, ..?.., davor kniend Hardy Mietk, .... Wolling, Reinhard Feldner (?)
und .... Hobgel. (Foto: Familienarchiv Arno Michelchen)
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Die beiden Brüder Kurt
(mit Jackett) und
Heinz Michelchen
waren auch im Chor aktiv. Hier sind sie im Bild zu sehen (rechts außen)
mit dem Gemischten Chor Kuschkow mit Chorleiter Gerhard Scheibe
am Akkordeon bei einem Auftritt im Schankraum der Gaststätte Koschack
in Kuschkow. Der Anlass für diese Veranstaltung um 1975
ist nicht bekannt. (Foto: Familienarchiv Heinz Michelchen)
Der Hof Görzig-Michelchen dürfte nach seiner Struktur
und Lage im Kernbereich des Dorfes zu den ältesten Höfen von Kuschkow
gehören, vermutlich noch aus der Gründungszeit der Siedlung. Weitere
Erläuterungen zu diesem Thema gibt es auf der Sonderseite zu
Siedlung, Haus und Hof (siehe direkt hier:
►), dort auf der
Separationskarte ist der Hof Görzig mit der Hofnummer 49
bezeichnet und das ehemalige Wohnhaus rot markiert.
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Quellen- und Literaturverzeichnis
Hinweis: Hier finden Sie nur Literaturangaben zum Inhalt dieser Seite im
weitesten Sinne. Das allgemeine Literaturverzeichnis zu Kuschkow und der
Niederlausitz als Thema der gesamten Website finden Sie auf der Hauptseite
(Startseite, siehe hier:
►).
Balke, Lotar: Bauen und Wohnen in Heide und Spreewald. Vom Wandel Lausitzer Volksarchitektur im
20. Jahrhundert. Schriften des Sorbischen Instituts. Domowina-Verlag Bautzen 1994. Ab Seite 94: Wesensmerkmale
und Entwicklungstendenzen traditioneller ländlicher Bau- und Wohnweise bis 1945.
Brandenburgisches Landeshauptarchiv ‒ BLHA, im Internet unter https://blha.brandenburg.de
(siehe direkt hier: ►) mit
Rechercheangeboten zu sämtlichen historischen Dokumenten der brandenburgischen Landesgeschichte. Viele
der Dokumente sind inzwischen digitalisiert und per Internet frei zugängig, auch diverse Fachbücher kann
man sich als PDF-Dateien herunterladen.
Chronik der Gemeinde Kuschkow. Erarbeitet 2002 von Birgit Martin als ABM-Leistung im Auftrag
der Gemeinde Kuschkow. Umfangreiche Loseblattsammlung in einem Ordner, aufbewahrt und weiterverarbeitet zur
gedruckten Chronik durch Familie Gerhard Scheibe 2003 (siehe nächste Position).
Chronik der Gemeinde Kuschkow. Herausgegeben von der Gemeindevertretung Kuschkow zur
675-Jahrfeier 2003; Redaktion und inhaltliche Bearbeitung durch Familie Gerhard Scheibe; Kuschkow 2003
Kaak, Heinrich: Geschichte des Dorfes in Brandenburg vom Mittelalter
bis zur Gegenwart. Brandenburgische Historische Kommission e.V.,
Potsdam 2010; separat publiziert als "Leitfaden für Ortschronisten in
Brandenburg". Als PDF auf der Website des Brandenburgischen
Landeshauptarchivs unter https://blha.brandenburg.de
Kreisarchiv Landkreis Dahme-Spreewald in Luckau, Online-Findbuch mit
umfangreichen Recherche-Möglichkeiten zum amtlichen und nichtamtlichen Archivgut unter
https://www.kreisarchiv-lds.findbuch.net, z.B. zum Personenstandsregister der Standesämter mit
Geburtenbüchern, Ehebüchern und Sterbebüchern ‒ siehe direkt hier:
►
Landgemeindeordnung für die sieben östlichen Provinzen der Monarchie. Vom
3. Juli 1891. (Gesetz-Sammlung Seite 233). R. v. Decker's Verlag, Berlin 1891. Preußische
Landgemeindeordnung, betrifft Ostpreußen, Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien
und Sachsen. Als PDF digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz.
Lehmann, Rudolf: Historisches Ortslexikon für die Niederlausitz.
Band 1: Die Kreise Luckau, Lübben und Calau. Erschienen im Selbstverlag des
Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde, Marburg 1979; Kuschkow
auf Seite 185. Digitalisiert erschienen im Berliner Wissenschafts-Verlag 2011
Lippert, Woldemar (Hrsg.): Urkundenbuch der Stadt Lübben. Teile 1-3. Im Auftrage
der Stände des Markgraftums Niederlausitz herausgegeben von Woldemar Lippert. Druck und Verlag
der Wilhelm und Bertha von Baensch Stiftung, Dresden.
Band 1: Die Lübbener Stadtbücher. Dresden 1911
Band 2: Die Lübbener Stadtrechnungen des 15. und 16. Jahrhunderts. Dresden 1919
Band 3: Die Urkunden der Stadt und des Amtes Lübben, der Herrschaften Zauche, Pretschen und Leuthen. Dresden 1933
Digitalisiert von der Sächsischen Landesbibliothek Dresden unter
https://katalog.slub-dresden.de/id/0-1167150465
Lübbener Kreiskalender (Kreis-Kalender) in historischen Ausgaben ab 1913 (Stand
Dezember 2022), digitalisiert als PDF mit vielen interessanten Beiträgen auch zu Kuschkow und
Umgebung, findet man auf der Website der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam unter
https://opus4.kobv.de/opus4-slbp/solrsearch/index/search/searchtype/collection/id/18476
Neumann, Johann Wilhelm: Die Verhältnisse der
Niederlausitzischen Landbewohner und ihrer Güter von den
frühesten bis auf die neuesten Zeiten. Ein Beitrag zum
Niederlausitzischen Provinzial-Rechte. Lübben bei C. T. Gotsch, 1835.
Digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin / Preußischer
Kulturbesitz. Enthält eine detaillierte Darstellung der sozialen
Schichten innerhalb eines Dorfes mit ihren unterschiedlichen
Besitzverhältnissen, Rechten und Pflichten.
Philler, Otto: Das Gesetz über den Eigenthumserwerb und die
dingliche Belastung der Grundstücke, Bergwerke und
selbstständigen Gerechtigkeiten; die Grundbuch-Ordnung
und das Stempel-Abgaben-Gesetz vom 5. Mai 1872. Mit
einem Kommentar ... und einem ausführlichen Register. Herausgegeben von
O. Philler, Kreisrichter. Verlag von Emil Baensch, Königlicher
Hofbuchhändler, Magdeburg 1872 (mehrfach digitalisiert im Internet). In
§ 76 der Grundbuch-Ordnung ist z.B. festgelegt, dass Altenteile in der
zweiten Abteilung der Grundbücher eingetragen werden.
Scheibe, Gerhard: Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Kuschkow, Kreis Lübben.
Kuschkow 1978 (erschienen im Eigenverlag der Gemeinde zur 650-Jahrfeier)
Website "Fotografie und Architektur" (siehe hier:
►) mit Fotos
und Informationen zu historischen Gebäuden, Dörfern und Architekturobjekten; zur Dorfgeschichte in
Brandenburg allgemein sowie in Kuschkow siehe dabei die Spezialseiten:
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 1, Kulturgut im ländlichen Siedlungsraum (siehe hier:
►)
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 2, Gebäude, Baugestaltung, Natur und Landschaft (siehe hier:
►)
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 4, Bauernhausarchitektur in Stichworten und Bildern (siehe hier:
►)
- Architekturfotos und einige Angaben zu Kuschkow (siehe hier:
►)
- Erwin Seemel: Bevölkerungs- und Wirtschaftsverhältnisse im Amt Lübben um 1720 (siehe hier:
►)
Website "md museum-digital" (https://www.museum-digital.de, siehe direkt hier:
►), eine nach
Bundesländern, Regionen, Orten und Themen sortierte Plattform, auf der große und kleine Museen
Informationen zu ihren Objekten veröffentlichen können, darunter auch Bild- und Fotosammlungen
Wegener, Fritz: Beiträge zur Chronik des Dorfes Kuschkow. Enthalten in: Lübbener
Kreis-Kalender 1927, Verlag des Lübbener Kreisblattes, Buchdruckerei Richter & Munkelt, Lübben
(Spreewald); Seiten 46-51 (siehe direkt hier:
►)
Wegener, Fritz: Die 600-Jahrfeier der Dorfgemeinde Kuschkow. Enthalten in: Lübbener
Kreis-Kalender 1929, Verlag des Lübbener Kreisblattes, Buchdruckerei Richter & Munkelt, Lübben
(Spreewald); Seite 44 (siehe direkt hier:
►;
der Name des Lehrers Wegener ist im Artikel falsch als "Wegner" angegeben)
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