Bilddokumente und Informationen zur Geschichte des Dorfes Kuschkow aus der Spreewaldregion in der Niederlausitz

 

 

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Kuschkow am nördlichen Rand der Niederlausitz

Dies ist die private Website von Doris Rauscher, aufgewachsen als Doris Jäzosch in Kuschkow, die ältere Tochter des Müllermeisters Manfred Jäzosch und seiner Ehefrau Jutta Jäzosch, geborene Thiele. Großvater war der Kuschkower Schmied und spätere Müllermeister Bernhard Jäzosch. Ziel der Website ist es, möglichst viele der noch existierenden Dokumente, Fotos und Berichte mit ortsgeschichtlichem Bezug zu Kuschkow der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Website versteht sich als persönliche Familien- und Heimatseite und gleichzeitig als sachliches Informationsangebot und digitales Archiv zur Dorfgeschichte. Die Bearbeitung der Website mit allen Unterseiten erfolgt gemeinsam durch Doris & Norbert Rauscher.

Oben sehen Sie Bildausschnitte aus einer Zeichnung und zwei Fotos, die weiter unten vollständig gezeigt und näher erläutert werden, jeweils mit Angaben zu den Bildquellen. Die Inhalte dieser Website mit ihren Unterseiten werden nach bestem Wissen regelmäßig aktualisiert und erweitert, je nach zur Verfügung stehenden Dokumenten und Erkenntnissen. Anregungen, Korrekturen und sonstige Hinweise werden gern entgegengenommen und eingearbeitet, Kontaktdaten siehe ganz unten.

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Seitenübersicht

Startseite Kuschkow-Historie ‒ Das Dorf Kuschkow und seine Geschichte in Bildern und Texten

Haus und Hof in Kuschkow ‒ Baugeschichtliche Informationen zu Wohngebäuden und Bauernhöfen

Die Kuschkower Mühle ‒ Mühlengeschichte und die Müllerfamilien Wolff / Jäzosch

Die Schmiede der Familie Jäzosch ‒ Geschichte einer Dorfschmiede mit ihren Familien ab 1435

Jutta Jäzosch, geborene Thiele ‒ Familiengeschichte Thiele mit Flucht und Vertreibung

Hochzeitsfeiern und Hochzeitsfotos ‒ Teil 1 ‒ Das Heiraten in Kuschkow und der Niederlausitz

Hochzeitsfeiern und Hochzeitsfotos ‒ Teil 2 ‒ Das Heiraten in Kuschkow und der Niederlausitz

Die Dorfschule in Kuschkow ‒ Dorflehrer und Schulkinder in Bildern und Texten

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.1 ‒ 1891 bis 1924 ‒ Seiten 0 bis 77

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.2 ‒ 1924 bis 1929 ‒ Seiten 78 bis 111

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.3 ‒ 1929 bis 1947 ‒ Seiten 112 bis 148, Beilagen

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teile 2 und 3 ‒ 1947 bis 1953

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 4 ‒ 1953 / 1960 bis 1968 ‒ Meine eigene Schulzeit

Klassenbücher aus der Dorfschule in Kuschkow ‒ Jahrgänge 1950/1951 und 1954/1955

Klassenbuch aus der Dorfschule in Kuschkow ‒ Jahrgang 1958/1959

Die Lehrerin Luise Michelchen ‒ Ein 107-jähriges Leben in Berlin-Charlottenburg und Kuschkow

Die Kuschkower Feuerwehr ‒ Dorfbrände, Feuerwehrgeschichte und Feuerwehrleute

Historische topographische Karten ‒ Kuschkow und die Niederlausitz auf Landkarten ab 1687

Separationskarten und Flurnamen ‒ Vermessung und Flurneuordnung in der Gemarkung 1842

Separationsrezess ‒ Teil 1 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Separationsrezess ‒ Teil 2 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Separationsrezess ‒ Teil 3 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Der Friedhof in Kuschkow ‒ Friedhofsgeschichte, Grabstätten und Grabsteine

Verschiedenes ‒ Teil 1.1 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit vor 1945

Verschiedenes ‒ Teil 1.2 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit um 1940 bis 1960

Verschiedenes ‒ Teil 2.1 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit um 1950 bis 1965

Verschiedenes ‒ Teil 2.2 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit nach 1960

Reiten und Reiter in Kuschkow ‒ Reitfeste, Reiterspiele und Brauchtum mit Pferden

Historische Ortsansichten ‒ Teil 1 ‒ Fotos und Zeichnungen aus anderen Orten der Niederlausitz

Historische Ortsansichten ‒ Teil 2 ‒ Fotos und Zeichnungen aus anderen Orten der Niederlausitz
 




Haus und Hof in Kuschkow

Die ehemalige Staatsgrenze zwischen dem Königreich Preußen (Brandenburg) und dem Kurfürstentum Sachsen (Niederlausitz) ist nicht nur die historische Sprachgrenze zwischen Niederdeutsch (Märkisch Platt) und Oberdeutsch (Hochdeutsch), sondern auch die südliche Grenze für einen Haustyp, der ehemals ganz Brandenburg geprägt hat: das Brandenburgische Giebelflurhaus (früher bezeichnet als Märkisches Mittelflurhaus), welches immer giebelständig mit dem Hauseingang zur Straße stand. Dieser Eingang war jedoch nur der Sonntagseingang für Gäste zu besonderen Feierlichkeiten, alltags wurde ein zweiter (traufseitiger) Eingang vom Hof aus genutzt, der meist in die zentral gelegene Küche führte. Weitere Angaben zu den im Folgenden genannten Haustypen siehe hier: und hier: . In der Niederlausitz kam dieser norddeutsch geprägte Haustyp nicht vor, die Anlage der Höfe und die Stellung der Wohngebäude auf der Höfen war jedoch vergleichbar, rein äußerlich fehlte nur der Hauseingang auf der Giebelseite. Außerdem hatten die alten Fachwerkhäuser in der Niederlausitz durch den fehlenden Mittellängsflur geringere Hausbreiten und damit einen sparsameren Holzbedarf.

Die folgenden Fotos hier auf dieser Seite werden fast alle noch einmal auf den anderen Seiten gezeigt, dort stehen jedoch nicht mehr die Baugeschichte im Vordergrund sondern familiäre Beziehungen und Ereignisse sowie andere dorfgeschichtliche Berichte.

Auf der Separationskarte von Kuschkow kann man zumindest ansatzweise die damaligen Hofstrukturen erkennen. Allerdings sind die Gebäudedarstellungen auf dieser Karte mit Vorsicht zu behandeln, weil die bebauten Grundstücke in der Ortslage aus steuerrechtlichen Gründen nur in ihren äußeren Grenzen ohne Gebäude aufzumessen waren und insoweit nicht klar ist, ob der Kuschkower Gebäudebestand von den Vermessern korrekt dargestellt oder nur grob "nachrichtlich" nach Augenmaß eingetragen wurde. Zumindest die grundsätzlichen Hofstrukturen und in den meisten Fällen auch die Stellung der Wohngebäude lassen sich aber aus ihren Grundflächen ableiten.

Karte der Feldmark Kuschkow 1842 / 1857, Auszug mit dem historischen Dorfkern. Bildquelle: Landkreis Dahme-Spreewald, Kataster- und Vermessungsamt Lübben, historisches Liegenschaftskataster, © für das Digitalisat der Originalkarte: Kataster- und Vermessungsamt Lübben; weitere Angaben siehe auf der Sonderseite zur Separationskarte. Die vermutlichen Wohnhäuser wurden nachträglich rot markiert. Bei drei Höfen (Nr. 1a, 2 und 54) wurden keine roten Markierungen vorgenommen, weil in diesen Fällen die Wohngebäude aus ihren Grundflächen und Stellungen auf dem jeweiligen Grundstück nicht sicher zu erkennen sind.

Die Wirtschafts- und Nebengebäude sind, wie auch in den Nachbarregionen üblich, um die Hoffläche gruppiert, Stallgebäude mit Heuboden meist giebelständig unmittelbar an der Grundstücksgrenze zur Straße. Es gab Dreiseithöfe und Vierseithöfe jeweils in offener Bebauung, jedes Gebäude wurde als Einzelgebäude errichtet. Verbindungsbauten entwickelten sich erst später z.B. durch zwischengesetzte Schuppen. Auffallend sind die großen Scheunen, welche ausnahmslos im rückwärtigen Grundstücksbereich mit deutlichem Abstand zu den Hofgebäuden errichtet wurden. Ursache dafür waren praktische landwirtschaftliche Gründe sowie Vorschriften zum Brandschutz. Man kann davon ausgehen, dass zur Zeit der Vermessungsarbeiten für die Separation noch alle Scheunen und vermutlich auch die meisten Wirtschaftsgebäude auf den Höfen mit Stroh oder Reet gedeckt waren. Wichtiger waren in Kuschkow aber wohl die praktischen Gründe. Man wollte von den hinter den Höfen liegenden Agrarflächen mit den Erntewagen direkt vom Feld in die Scheune fahren, ohne das hofgebundene Gartenland (die Wörden, grün schraffiert) durchfahren zu müssen, das hätte Nutzfläche gekostet.

Aus dem Kartenbild ergibt sich, dass vor der allgemeinen Umbau- und Modernisierungswelle um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Kuschkow offenbar die meisten Wohnhäuser an einer der beiden Hofseiten standen mit der Schmalseite (also der Giebelseite) und geringem Abstand zur Straße, jedoch nicht mit dem Hauseingang an der Giebelseite wie beim Brandenburgischen Giebelflurhaus sondern nur mit einem traufseitigen Eingang vom Hof aus. Giebelseitig zur Straße befanden sich Wohnräume / Kammern, davor ein winziger Vorgarten. Das nachfolgende Foto zeigt ein Beispiel. Es handelte sich somit um giebelständige Querflurhäuser, errichtet als Fachwerkbauten. Nach den Darstellungen auf der Karte standen diese Gebäude mehrfach direkt an der linken oder rechten Grundstücksgrenze, weshalb es in diesen Fällen wohl keinen quer durchlaufenden Flur gab, weil ein Hinterausgang auf das Nachbargrundstück geführt hätte. Man betrat diese Häuser über einen kleinen Vorraum, dahinter befand sich meist die Küche.

 


Wohnhaus Dorfstraße 16 (heute Dorfanger 16), ein quer erschlossenes Bauernhaus um 1800-1840 in Giebelstellung zur Straße, wohl mehrfach umgebaut, im Kern ein Doppelstubenhaus. Ein Fachwerk-Wohnhaus mit jetzt unverputzter Lehmstaken-Ausfachung (ursprünglich oder erst später verputzt ?), zweifach verriegelt, auf niedrigem Feldsteinsockel mit Ziegeldeckschicht. Zweiflügelige original erhaltene Haustür als Vierfüllungstür mit Außenfutter und Außenbekleidung, gesimsartig ausgebildeter Kämpfer, Oberlicht zurückgesetzt mit feinen Gittersprossen. Satteldach mit älterer Flachpfannen-Dachdeckung und Reparaturdeckungen, ohne Dachrinne (also mit einer echten Traufe), ursprünglich hatte das Haus vermutlich eine Stroh- oder Reetdeckung. Die beiden Schornsteine über dem Flurbereich sind wohl aus dem Umbau einer ehemaligen zentralen "Schwarzen Küche" hervorgegangen. Am rückwärtigen Giebel wurden später massive Wirtschaftsgebäude angebaut, eventuell als Ersatzbauten für ehemalige Anbauten aus Fachwerk. Zur Straßenseite hinter den rechten vier Gefachen des Gebäudes befindet sich ein Wohnraum, hinter den linken zwei Gefachen eine Kammer (eine Hochkammer über einem Hochkeller ?).

Es handelt sich um das letzte noch weitgehend original erhaltene Fachwerkhaus des Dorfes und entspricht auch hinsichtlich seiner Stellung auf dem Grundstück der oben beschriebenen Hofgestaltung (auf der Separationskarte Hof Nr. 6). Zum Aufnahmezeitpunkt Leerstand mit starken Verfallserscheinungen; Baudenkmal. Fotograf: Norbert Rauscher, Aufnahmedatum: 12.4.2009

 

Ob dieser Gebäudetyp ursprünglich nur auf einer Seite (zur Straße hin) zum Wohnen genutzt wurde und sich auf der anderen (hinteren) Seite des Flurs Ställe befanden, lässt sich nicht mehr feststellen, es gibt keine Belege. Als reine Wohngebäude sind einige dieser Häuser auf historischen Fotos dokumentiert, die bisher bekannten Bilder werden hier auf der Webseite gezeigt. Dazu gehören:
- Dorfstraße 16 (Fachwerk, in Verlängerung mit massiven Anbauten; siehe oben)
- Dorfstraße 10 (altes Wohnhaus zur Schmiede Jäzosch, Massivbau, später durch Neubau ersetzt)
- Kirchstraße 3 (Fachwerk, später massiv umgebaut)
- Alte Straße 2 (Hof Kunze, Fachwerk)
- Gröditscher Straße 6 (Hof Schneider, Massivbau)

Bei den Häusern Alte Straße 2 und Kirchstraße 3 erkennt man auf den Fotos, dass der jeweils hintere Gebäudeteil bereits massiv ausgeführt war. Das könnte darauf hindeuten, dass sich dort ehemals Ställe befanden, die später ausgelagert wurden. Weil tierische Ausscheidungen sehr stark den Verfall von Fachwerk beschleunigen, wurden diese ehemaligen Stallteile der Häuser häufig abgebrochen, massiv ersetzt und danach zu Wohnraum umgenutzt. Der vordere, schon immer als Wohnraum genutzte Gebäudeteil blieb als Fachwerk erhalten.

Wohnhaus Alte Straße 2 (damals noch Koinzstraße ?) in einer Aufnahme um 1960. Gut sichtbar ist die noch vorhandene traditionelle Fachwerkkonstruktion, der linke (hintere) Hausteil ist offenbar bereits massiv erneuert. Im Vordergrund die Hochzeit Elfriede Kunze + Otto Kusig, der Hochzeitszug trifft gerade vor dem Hochzeitshaus ein. Weitere Fotos und Informationen dazu auf den Hochzeitsseiten. (Foto: Familienarchiv Schneider/Paech)

 

Wohnhaus Kirchstraße 3 in einer Aufnahme um 1949. Ein Fachwerkhaus mit Krüppelwalmdach, der rechte (hintere) Hausteil ist bereits massiv erneuert. Vermutlich in den 1950er Jahren wurde auch der verbliebene Fachwerkteil umgebaut, das gesamte Fachwerk wurde ersetzt durch Ziegelsichtmauerwerk (eventuell wurde nur eine zusätzliche Ziegelwand vor dem Fachwerk aufgemauert ?). Auf der Startseite ist das Haus auf einem Foto aus dem Zeitraum zwischen 1961 und 1972 bereits als Ziegelbau zu sehen. Im Vordergrund ein Hochzeitszug mit dem Brautpaar auf dem Weg zur Kirche, der erste Damenführer vorn rechts ist Manfred Jäzosch, noch unverheiratet. Um welche Hochzeit es sich handelt, konnte nicht mehr ermittelt werden.

 

Ab etwa 1850 wurden die Fachwerkbauten nach und nach abgebrochen und durch Mauerwerksbauten ersetzt, anfangs offenbar noch in gleicher Form und Stellung auf dem Hof als massive Ersatzbauten, danach zunehmend als zeitgemäße ("moderne") massive Neubauten in Traufstellung zur Straße mit meist symmetrisch gegliederter Straßenfassade und mittigem Hauseingang, der später häufig noch durch eine hölzerne Vorlaube betont wurde. Dabei handelte es sich fast immer um Querflurhäuser mit einem Durchgangsflur und Hinterausgang zum Hof. Mehrere dieser Gebäude sind in historischen Fotografien auf den Kuschkow-Webseiten zu sehen, Beispiele siehe weiter unten. Auch viele der Hochzeitsfotos sind vor diesen Häusern entstanden. Mit der Drehung der Wohngebäude von der Giebelstellung zur Traufstellung war eine deutlich sichtbare Änderung des Ortsbildes verbunden und eine Angleichung der Baugestaltung zwischen den ehemals brandenburgischen und sächsischen Landesteilen in der neuen Provinz Brandenburg, verstärkt durch eine nunmehr einheitliche Baugesetzgebung.


Hof Schneider um 1955-1960 an der äußeren Gröditscher Straße 6 (zum Aufnahmezeitpunkt noch alte Hofnummer 52) ‒ ein für die Region typischer offener Dreiseithof mit freistehenden Einzelgebäuden, das giebelständige Wohnhaus noch unverputzt mit Ziegelfassade und mit der alten hölzernen Eingangs-Vorlaube zur Hofseite, die 1964 abgebrochen und durch einen massiven Vorbau ersetzt wurde. Rechts ein großes Wirtschafts- und Stallgebäude, welches die an der Rückseite des Hofes stehende Scheune verdeckt. Straßenseitig ist die Hoffläche durch einen hohen Bretterzaun geschlossen. Auch die Höfe im Dorfkern waren nach diesem Prinzip gegliedert. (Foto: Familienarchiv Schneider/Paech)

 

Wohnhaus Dorfstraße 10 (damals vermutlich noch alte Hausnummer 68), fotografiert im Mai 1926, das alte Wohnhaus neben der Jäzosch-Schmiede am Ortsausgang in Richtung Dürrenhofe, ein Massivbau in Giebelstellung zur Straße, später durch Neubau ersetzt. Interessant ist, dass hier vermutlich aus finanziellen Gründen nur die Giebelseite (Schauseite) verputzt und durch Ritzquaderung verziert wurde, die Hofseite war unverputzt. An dieser Stelle steht heute das Haus Dorfanger 10. Im Vordergrund die Brüder Franz Jäzosch und Arnold Jäzosch (weitere Angaben zur Familie Jäzosch siehe auf der Schmiedeseite).

 

Hof Dorfstraße 3 (heute Dorfanger 3, auf der Separationskarte oben Hof Nr. 48) im April 1925, hier noch im älteren Zustand ohne Vorlaube, die Dorfwaage ganz links vor dem Giebel des Stallgebäudes ist aber bereits vorhanden. Auf der Startseite ist das Haus mit Vorlaube zu sehen. Kinder auf der Dorfstraße, der Junge in der hinteren Reihe links ist Arnold Jäzosch.

Das Foto ist aus baugeschichtlicher Sicht sehr interessant, weil es eines der Bauernhäuser noch im ursprünglichen Zustand zeigt. Das Haus könnte aus der Zeit um 1860-1880 stammen, wenn man die Fassade unter gestalterischen Gesichtspunkten betrachtet. Zu sehen ist ein für diese Zeit typisches großes massives Bauernhaus mit symmetrisch gegliederter Putzfassade, Kellersockel und Drempel mit kleinen Drempelfenstern als "Blindfenster" (geschlossene Fensternischen nur mit gestalterischer Funktion) jeweils mittig über den Hauptfenstern. Alle Tür- und Fensteröffnungen mit Segmentbögen und Stuckrahmungen mit gerader Verdachung, vierflügelige Fenster mit Sprossenteilung in den Unterflügeln, ein Fenster als Blindfenster. Ursprünglich waren die Fenster mit Klappläden ausgestattet, die Haken sind noch vorhanden. Die Fassadenfläche wurde mit Putzquaderung gestaltet (auf dem Foto kaum erkennbar). Die gesamte Fassade befindet sich in schlechtem Zustand, was nicht verwundert, weil das Satteldach wie damals üblich keine Dachrinne hat sondern eine echte Traufe, nur über dem Eingang ist ein kurzes Rinnenstück als Personenschutz eingebaut. Es handelt sich um die Westseite des Gebäudes, also die Hauptwetterseite, bei Regen und Wind ist das gesamte Regenwasser von der Dachfläche über die Fassade abgeflossen. Bei der Dachdeckung scheint es sich um eine Biberschwanz-Kronendeckung zu handeln. Gut zu sehen ist auch, dass die Dachlatten an den Giebelseiten durch untergelegte flache Holzkeile leicht angehoben wurden, damit das Regenwasser auf der Dachfläche verbleibt und nicht über die Giebelkanten abtropft.

Weitere Häuser dieser Art werden auf den anderen Seiten gezeigt, so z.B. auf der Startseite die ehemalige Gaststätte "Zur Linde" mit Saalanbau in der Dorfstraße 5 (heute Dorfanger 5) oder das folgende Haus Dorfstraße 11 (Haus Elsner).

 

Haus Elsner, Dorfstraße 11, am Ortsausgang nach Dürrenhofe um 1925, der Junge auf dem Zaunsockel hinter den Mädchen ist Arnold Jäzosch. Die Aufnahme ist vermutlich im Mai 1925 entstanden. (Foto: Familienarchiv Elsner/Müller). Weitere Informationen und Fotos zu diesem Haus und der Familie Elsner gibt es auf der Seite Verschiedenes Teil 1.1.

Das massive Wohnhaus ist ein für die Gründerjahre um 1860-1880 typisches brandenburgisches Bauernhaus mit Kellersockel, symmetrisch gegliederter Fassade, dezenten Stuckverzierungen und einer Fledermausgaube mit Sprossenfenstern über dem Eingang, davor ein großes Eingangspodest mit gemauerter Brüstung unter einem verzierten Satteldach auf Eisenstielen ‒ eine Eingangslaube in ungewöhnlicher Ausführung. Allgemein üblich waren sonst in Kuschkow vollständig aus Holz gefertigte Eingangslauben. Links an der Giebelseite des Wohnhauses sieht man einen kleinen Vorbau als direkten Kellerzugang, ein sogenannter Kellerhals, wie er auch gegenüber auf dem Schmiedehof bis heute existiert. Im städtischen Raum waren diese Kellerhälse teilweise schon seit Jahrhunderten ein Ärgernis, weil sie in den öffentlichen Straßenraum hinaus gebaut wurden, die Bürgersteige blockierten bzw. in engen Gassen den Straßenraum einengten. Schon in der "Bauordnung der Stadt Berlin" von 1641 wurde z.B. die Zulässigkeit von außenliegenden Kellerhälsen in den §§ 2 und 3 reglementiert. In den ländlichen Regionen Brandenburgs und der Niederlausitz wurden außenliegende eingehauste Kellerhälse auch an Wirtschaftsgebäuden teilweise noch bis in die 1930er Jahre errichtet.

 

Die spätere Gaststätte Koschack und heutige Gaststätte "Zum grünen Baum" im Dorfzentrum auf einer Ansichts-Postkarte um 1890-1900, eine der ältesten bekannten Fotografien dieses Gebäudes (Bildquelle: © Museum Schloss Lübben, Museumsarchiv, mit freundlicher Genehmigung fotografiert von Doris Rauscher am 18.11.2024); weitere ortsgeschichtliche Angaben dazu gibt es auf der Startseite. Auch bei diesem Gebäude handelte es sich vermutlich um ein ehemaliges Bauern-Wohnhaus, das erst nachträglich (anfangs nur teilweise ?) zur Gaststätte umfunktioniert wurde. Die Haustür befand sich traufseitig an der späteren Kirchstraße (zum Aufnahmezeitpunkt hießen noch sämtliche Straßen in Kuschkow "Dorfstraße"), auf dem Foto gut zu erkennen. Das Gebäude war vollständig aus Ziegel-Sichtmauerwerk errichtet, Erdgeschoss-Fenster mit Segmentbögen, Giebelfenster mit Rundbögen, auf Deckenhöhe ein schmaler Zierfries ("Zahnfries") ebenfalls aus Ziegeln.

 

Ziegelbauten: In Kuschkow gab es nie eine Ziegelei. Die Ziegel ("Backsteine") für die in Kuschkow mit Beginn der preußischen Zeit zunehmend errichteten Massivbauten dürften zumindest bei den älteren Gebäuden alle aus Ziegeleien der näheren Umgebung stammen. Anfangs wurden noch Fachwerkbauten mit Ziegelausfachung errichtet, spätestens ab Mitte des 19. Jahrhunderts nur noch Massivbauten als reine Ziegelbauten, besonders Wirtschaftsgebäude fast immer unverputzt als Sichtziegelbauten. Um 1900 gab es in der Umgebung von Kuschkow die folgenden kleinen Ziegeleien, die meist im Handbetrieb arbeiteten (Angaben unter anderem nach Horst Hartwig ‒ https://www.horsthartwig.de/ad_main_a_d.htm):
- Pretschen: Carl Paschke, Rittergutspächter; Ziegelei im Handbetrieb
- Gröditsch: Wilhelm Albrecht; Ziegelei im Handbetrieb
- Gröditsch: Feodor Münchenberg, Lehngutbesitzer; Ziegelei im Handbetrieb
- Groß Leuthen (Gut / Schloss): Emil von Gutzmerow, Standesherr; Dampfziegelei
- Biebersdorf: E. Wedell; Ziegelei im Handbetrieb (bereits 1856 bei Berghaus erwähnt)
Die Standorte der Ziegeleien waren auf den damaligen topographischen Karten eingetragen und mit "Zgl." gekennzeichnet, siehe dazu z.B. auf der Startseite die Karte "Kuschkow in seiner Umgebung um 1901". Erst ab 1902 konnten Ziegel und andere Baustoffe auch aus größerer Entfernung angeliefert werden über die neue Eisenbahnstrecke mit Bahnhöfen in Groß Leuthen und Krugau.


Haus Richard Jäzosch mit der alten Anschrift Dorfstraße 66 (heute Dorfanger 9), fotografiert im April 1925; rechts der Beginn der Straße nach Dürrenhofe. Wie man sieht, war die Dorfstraße zu dieser Zeit bereits gepflastert. Vor dem Haus stehen Margarete Jäzosch (links, mit ihren kleinen Geschwistern) und Bernhard Jäzosch (rechts), Cousine und Cousin. Der junge Mann in der Mitte konnte nicht ermittelt werden. Weitere Angaben zur Familie Jäzosch gibt es auf der Sonderseite "Die Schmiede der Familie Jäzosch".

Das Wohnhaus mit symmetrisch gegliederter Stuckfassade wurde als Neubau auf dem Schmiedegrundstück der Familie Jäzosch wohl kurz nach 1900 errichtet, auf dem Messtischblatt von 1903 ist es noch nicht vorhanden. Das Haus ist ein für Brandenburg typisches ländliches Wohngebäude der späten Gründerzeit (Zeit des Historismus) mit hohem Kellersockel und Drempel, Haustür und Fenster mit aufwendigen Stuckrahmungen und Verdachungen mit Segmentbogengiebel über der Tür und Dreiecksgiebeln über den Fenstern, das Satteldach gedeckt mit Doppelmulden-Falzziegeln und wie damals noch üblich ohne Dachrinne (also mit echter Traufe), nur über dem Eingang befindet sich ein kurzes Rinnenstück mit Wasserspeier. An der Giebelseite gibt es ein Blindfenster / Blendfenster, die Normalfenster sind mit modernen Rollläden hinter Jalousieblenden ("Lambrequins") ausgestattet. Vor dem Haus steht die große "Friedenseiche" noch ohne Gedenktafel am Stamm (siehe dazu im Vergleich die Hochzeitsbilder auf der Sonderseite).

 

Dorfschule Kuschkow, Kirchstraße 5 im Zustand um 1957, errichtet 1851, neu verputzt 1928, später noch gering verändert. Ein Gebäude, welches nach den gleichen Grundsätzen gebaut wurde wie die zur damaligen Zeit modernen Querflur-Wohnhäuser in der Dorfstraße: Traufstellung zur Straße, symmetrisch gegliederte Fassade, mittiger Hauseingang zum Durchgangsflur mit Hinterausgang, beidseitig neben dem Eingang jeweils aus gestalterischen Gründen ein Blindfenster und zwei Normalfenster. Die ursprüngliche Fledermausgaube über dem Eingang war zum Aufnahmezeitpunkt bereits durch eine größere Schleppgaube ersetzt, auch die Fenster im Dachgiebel waren verändert. Die alte Fledermausgaube ist noch auf dem Schulbild von 1938 zu sehen (siehe die Schulseiten mit zusätzlichen Angaben), die rechte Giebelseite auf der Postkarte von 1922 sieht man auf der Startseite. Das 1851 errichtete Gebäude hatte um 1957 noch immer keine Dachrinne, die Auswirkungen des abfließenden Regenwassers sind an der Putzfassade zu sehen. Im linken Gebäudeteil befand sich unten das große Schulzimmer, rechts vom Eingang ehemals die Lehrerwohnung, zum Aufnahmezeitpunkt wurde jedoch im ehemaligen Wohnraum ebenfalls unterrichtet. In der Nachkriegszeit war die Lehrerwohnung reduziert auf das Dachgeschoss. Weitere Angaben zu diesem Gebäude verbunden mit einer einfachen Grundrisszeichnung gibt es auf den Schulseiten.

 

Von den alten bäuerlichen Wirtschaftsgebäuden aus der Zeit der Separation sind heute auf den Höfen keine mehr erhalten, sie wurden alle ab etwa 1850 durch Massivbauten ersetzt, zumeist aus Ziegelsichtmauerwerk. Allgemein hat der Ersatz dieser Wirtschafts- und Nebengebäude vor den Ersatz- bzw. Umbauten der Wohnhäuser begonnen, weil die Wirtschaftsgebäude als Existenzgrundlage für die Landwirte wichtiger waren als die Wohngebäude. Zuerst musste gut gewirtschaftet werden, erst dann konnte man sich gutes Wohnen leisten. Außerdem war es jetzt durch den Massivbau möglich, auch die Scheunen unmittelbar am Hofraum (zumeist an der Rückseite) zu errichten. Fachwerkscheunen waren unter anderem aus Brandschutzgründen bis dato nur mit Abstand zu den übrigen Gebäuden der Höfe im hinteren Bereich der Wörden (hofgebundenes Gartenland) zulässig, siehe Separationskarte ganz oben.

Wirtschaftsgebäude zum Hof der Jäzosch-Schmiede an der äußeren Dorfstraße um 1925 mit Blick in Richtung Dürrenhofe, dabei parallel / traufständig zur Straße die alte zweistöckige Stallscheune (oder Stallgebäude mit Heuboden) als Fachwerkbau wohl noch aus der Zeit um 1800-1850, links davon ein weiteres Wirtschaftsgebäude (Scheune, schon als Massivbau ?). Hinter dem Fachwerkbau ist die Giebelspitze vom alten Schmiede-Wohnhaus zu sehen (siehe oben). Eines der ganz wenigen Fotos mit einem alten Wirtschaftsgebäude aus Fachwerk im Dorfgebiet, leider nur in schlechter Qualität erhalten. Weitere Informationen zu diesem Hof und der Familie Jäzosch gibt es auf der Sonderseite zur Schmiede.


 

 




Quellen- und Literaturverzeichnis

Hinweis: Hier finden Sie nur Literaturangaben zum Inhalt dieser Seite im weitesten Sinne. Das allgemeine Literaturverzeichnis zu Kuschkow und der Niederlausitz als Thema der gesamten Website finden Sie auf der Hauptseite (Startseite, siehe hier: ).

Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten (ALR) von 1794. Textausgabe. Mit einer Einführung von Hans Hattenhauer und einer Bibliographie von Günther Bernert. Alfred Metzner Verlag, Frankfurt am Main / Berlin 1970. Ca. 19.000 Paragraphen auf 728 Seiten. Teil 2, Titel 7 "Vom Bauerstande" enthält das Dorfrecht. 1804 erschien eine neue Auflage des ALR in vier Bänden mit einigen eingearbeiteten Aktualisierungen und Änderungen; digital zu finden beim Münchener DigitalisierungsZentrum der Bayerischen Staatsbibliothek.

Balke, Lotar: Bauen und Wohnen in Heide und Spreewald. Vom Wandel Lausitzer Volksarchitektur im 20. Jahrhundert. Schriften des Sorbischen Instituts. Domowina-Verlag Bautzen 1994

Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmaldatenbank, im Internet zu finden unter ns.gis-bldam-brandenburg.de/hida4web/search (siehe direkt hier: )

Brandenburgisches Landeshauptarchiv ‒ BLHA, im Internet unter https://blha.brandenburg.de (siehe direkt hier: ) mit Rechercheangeboten zu sämtlichen historischen Dokumenten der brandenburgischen Landesgeschichte. Viele der Dokumente sind inzwischen digitalisiert und per Internet frei zugängig, auch diverse Fachbücher kann man sich als PDF-Dateien herunterladen.

Chronik der Gemeinde Kuschkow. Erarbeitet 2002 von Birgit Martin als ABM-Leistung im Auftrag der Gemeinde Kuschkow. Umfangreiche Loseblattsammlung in einem Ordner, aufbewahrt und weiterverarbeitet zur gedruckten Chronik durch Familie Gerhard Scheibe 2003 (siehe nächste Position).

Chronik der Gemeinde Kuschkow. Herausgegeben von der Gemeindevertretung Kuschkow zur 675-Jahrfeier 2003; Redaktion und inhaltliche Bearbeitung durch Familie Gerhard Scheibe; Kuschkow 2003

Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg. Aktuelle Bearbeitung durch Autorengruppe im Auftrag der Dehio-Vereinigung; Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2000; Seite 553

Gebbert, Thomas / Hartmann, Dietwalt / Reichert, Frank: Aufnahme und Darstellung der Ortslagen in den Separations- und Katasterkarten der östlichen Provinzen Preußens. Enthalten in: FORUM. Zeitschrift des Bundes der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e.V. (BDVI), Berlin, Heft 3/2018; Seiten 28-39

Gentzen, Udo: Verborgene Orte. Spurensuche auf Separationskarten. Enthalten in: Vermessung Brandenburg, Heft 1/2020, herausgegeben vom Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg (MIK), Potsdam 2020; Seiten 4-35. Als PDF zu finden auf der LGB-Website unter https://geobasis-bb.de/sixcms/media.php/9/vbb_120.pdf (Stand: 21.7.2022)

Kaak, Heinrich: Geschichte des Dorfes in Brandenburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Brandenburgische Historische Kommission e.V., Potsdam 2010; separat publiziert als "Leitfaden für Ortschronisten in Brandenburg". Als PDF auf der Website des Brandenburgischen Landeshauptarchivs unter https://blha.brandenburg.de

Krünitz, Johann Georg: Oeconomisch-technologische Encyklopädie, oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft und der Kunstgeschichte, in alphabetischer Ordnung. 242 Bände. Mit Königlich Preußischen und Churfürstlich Sächsischen Privilegien. Berlin, 1773-1858, bey Joachim Pauli, Buchhändler. Vollständig digitalisiert von der Universitätsbibliothek Trier unter www.kruenitz1.uni-trier.de (siehe direkt hier: )

Lehmann, Rudolf: Quellen zur Lage der Privatbauern in der Niederlausitz im Zeitalter des Absolutismus. Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Schriften des Instituts für Geschichte, Reihe II, Landesgeschichte Band 2. Akademie-Verlag, Berlin 1957. Behandelt wird der Zeitraum zwischen 1650 und 1821. Als Digitalisat zu finden bei "Sachsen.digital" unter https://sachsen.digital sowie bei "Internet Archive" (San Francisco, USA) unter https://archive.org/details/lehmann-quellen-niederlausitz

Lübbener Kreiskalender (Kreis-Kalender) in historischen Ausgaben ab 1913 (Stand Dezember 2022), digitalisiert als PDF mit vielen interessanten Beiträgen auch zu Kuschkow und Umgebung, findet man auf der Website der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam unter https://opus4.kobv.de/opus4-slbp/solrsearch/index/search/searchtype/collection/id/18476

Neumann, Johann Wilhelm: Das Provinzial-Recht des Markgrafthums Niederlausitz in zwei Abtheilungen nebst einer Darstellung der früheren Niederlausitzischen Verfassung, als Einleitung. Gedruckt und verlegt von Trowitzsch & Sohn, Frankfurt a.O. 1837. Digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin / Preußischer Kulturbesitz. Darin enthalten z.B. die Dorf-Feuer-Ordnung für das Markgraftum Niederlausitz von 1781 und die General-Innungs-Articul für Künstler und Handwerker-Zünfte von 1780 (beides mit Fortbestand auch nach 1815).

Neumann, Johann Wilhelm: Die Verhältnisse der Niederlausitzischen Landbewohner und ihrer Güter von den frühesten bis auf die neuesten Zeiten. Ein Beitrag zum Niederlausitzischen Provinzial-Rechte. Lübben bei C. T. Gotsch, 1835. Digitalisiert von der Staatsbibliothek zu Berlin / Preußischer Kulturbesitz. Enthält eine detaillierte Darstellung der sozialen Schichten innerhalb eines Dorfes mit ihren unterschiedlichen Besitzverhältnissen, Rechten und Pflichten.

Scheibe, Gerhard: Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Kuschkow, Kreis Lübben. Kuschkow 1978 (erschienen im Eigenverlag der Gemeinde zur 650-Jahrfeier)

Schwarz, Johann Nicolaus: Wörterbuch, über die Chursächsischen, auch Ober- und Nieder-Lausitzischen Gesetze, bis zum Jahr 1792. 5 Theile (Bände). Gedruckt mit Meinholdischen Schriften, Dresden 1792-1794. Digitalisiert von der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) unter https://opendata.uni-halle.de/handle/1981185920/84161?locale=de
Sehr gut geeignet für das Studium der sächsischen Rechtsverhältnisse in der Niederlausitz vor dem Übergang an Preußen.

Tetzner, Franz: Die Slawen in Deutschland. Beiträge zur Volkskunde ... Druck und Verlag von Friedrich Vieweg und Sohn, Braunschweig 1902 (im Internet zu finden als PDF, digitalisiert von Google); Seiten 282-345: Die Sorben. Mit Angaben zu Dorfformen, Gehöft und Hausbau, Göttern und Geistern, Sitten und Gebräuchen (z.B. Hochzeit, Spinnstube, Aberglaube); vieles davon ist auch in die deutschen Dörfer eingedrungen und wurde dort gelebt, auch in Kuschkow. Die Seiten 282-345 finden Sie als Textauszug aus dem PDF von Google direkt hier:

Verordnung wegen besserer Einrichtung der Backöfen in den Dörfern der Churmark. De Dato den 16ten April 1794. Berlin, gedruckt bey George Decker, Königl. Geheimer Ober-Hofbuchdrucker. Digitalisiert als PDF z.B. von der Staatsbibliothek zu Berlin / Preußischer Kulturbesitz oder vom Brandenburgischen Landeshauptarchiv, siehe direkt hier:
Hinweis: 1 Preußische Meile = ca. 7.532 m = ca. 10.000 Schritt, Backofenabstand also: 50 Schritt zu je 75,32 cm = ca. 38 m

Website "Fotografie und Architektur" (siehe hier: ) mit Fotos und Informationen zu historischen Gebäuden, Dörfern und Architekturobjekten; zur Dorfgeschichte in Brandenburg allgemein sowie in Kuschkow siehe dabei die Spezialseiten:
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 1, Kulturgut im ländlichen Siedlungsraum (siehe hier: )
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 2, Gebäude, Baugestaltung, Natur und Landschaft (siehe hier: )
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 4, Bauernhausarchitektur in Stichworten und Bildern (siehe hier: )
- Architekturfotos und einige Angaben zu Kuschkow (siehe hier: )
- Erwin Seemel: Bevölkerungs- und Wirtschaftsverhältnisse im Amt Lübben um 1720 (siehe hier: )

Website "md museum-digital" (https://www.museum-digital.de, siehe direkt hier: ), eine nach Bundesländern, Regionen, Orten und Themen sortierte Plattform, auf der große und kleine Museen Informationen zu ihren Objekten veröffentlichen können, darunter auch Bild- und Fotosammlungen

Wegener, Fritz: Beiträge zur Chronik des Dorfes Kuschkow. Enthalten in: Lübbener Kreis-Kalender 1927, Verlag des Lübbener Kreisblattes, Buchdruckerei Richter & Munkelt, Lübben (Spreewald); Seiten 46-51 (siehe direkt hier: )

Wegener, Fritz: Die 600-Jahrfeier der Dorfgemeinde Kuschkow. Enthalten in: Lübbener Kreis-Kalender 1929, Verlag des Lübbener Kreisblattes, Buchdruckerei Richter & Munkelt, Lübben (Spreewald); Seite 44 (siehe direkt hier: ; der Name des Lehrers Wegener ist im Artikel falsch als "Wegner" angegeben)


 


 

 
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Startseite Kuschkow-Historie ‒ Das Dorf Kuschkow und seine Geschichte in Bildern und Texten

Haus und Hof in Kuschkow ‒ Baugeschichtliche Informationen zu Wohngebäuden und Bauernhöfen

Die Kuschkower Mühle ‒ Mühlengeschichte und die Müllerfamilien Wolff / Jäzosch

Die Schmiede der Familie Jäzosch ‒ Geschichte einer Dorfschmiede mit ihren Familien ab 1435

Jutta Jäzosch, geborene Thiele ‒ Familiengeschichte Thiele mit Flucht und Vertreibung

Hochzeitsfeiern und Hochzeitsfotos ‒ Teil 1 ‒ Das Heiraten in Kuschkow und der Niederlausitz

Hochzeitsfeiern und Hochzeitsfotos ‒ Teil 2 ‒ Das Heiraten in Kuschkow und der Niederlausitz

Die Dorfschule in Kuschkow ‒ Dorflehrer und Schulkinder in Bildern und Texten

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.1 ‒ 1891 bis 1924 ‒ Seiten 0 bis 77

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.2 ‒ 1924 bis 1929 ‒ Seiten 78 bis 111

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.3 ‒ 1929 bis 1947 ‒ Seiten 112 bis 148, Beilagen

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teile 2 und 3 ‒ 1947 bis 1953

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 4 ‒ 1953 / 1960 bis 1968 ‒ Meine eigene Schulzeit

Klassenbücher aus der Dorfschule in Kuschkow ‒ Jahrgänge 1950/1951 und 1954/1955

Klassenbuch aus der Dorfschule in Kuschkow ‒ Jahrgang 1958/1959

Die Lehrerin Luise Michelchen ‒ Ein 107-jähriges Leben in Berlin-Charlottenburg und Kuschkow

Die Kuschkower Feuerwehr ‒ Dorfbrände, Feuerwehrgeschichte und Feuerwehrleute

Historische topographische Karten ‒ Kuschkow und die Niederlausitz auf Landkarten ab 1687

Separationskarten und Flurnamen ‒ Vermessung und Flurneuordnung in der Gemarkung 1842

Separationsrezess ‒ Teil 1 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Separationsrezess ‒ Teil 2 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Separationsrezess ‒ Teil 3 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Der Friedhof in Kuschkow ‒ Friedhofsgeschichte, Grabstätten und Grabsteine

Verschiedenes ‒ Teil 1.1 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit vor 1945

Verschiedenes ‒ Teil 1.2 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit um 1940 bis 1960

Verschiedenes ‒ Teil 2.1 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit um 1950 bis 1965

Verschiedenes ‒ Teil 2.2 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit nach 1960

Reiten und Reiter in Kuschkow ‒ Reitfeste, Reiterspiele und Brauchtum mit Pferden

Historische Ortsansichten ‒ Teil 1 ‒ Fotos und Zeichnungen aus anderen Orten der Niederlausitz

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 27.4.2026
 

   


 

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