Bilddokumente und Informationen zur Geschichte des Dorfes Kuschkow aus der Spreewaldregion in der Niederlausitz

 

 

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Alle auf dieser Seite verwendeten Fotos und Abbildungen sind urheberrechtlich und nutzungsrechtlich geschützt.

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Kuschkow am nördlichen Rand der Niederlausitz

Dies ist die private Website von Doris Rauscher, aufgewachsen als Doris Jäzosch in Kuschkow, die ältere Tochter des Müllermeisters Manfred Jäzosch und seiner Ehefrau Jutta Jäzosch, geborene Thiele. Großvater war der Kuschkower Schmied und spätere Müllermeister Bernhard Jäzosch. Ziel der Website ist es, möglichst viele der noch existierenden Dokumente, Fotos und Berichte mit ortsgeschichtlichem Bezug zu Kuschkow der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Website versteht sich als persönliche Familien- und Heimatseite und gleichzeitig als sachliches Informationsangebot und digitales Archiv zur Dorfgeschichte. Die Bearbeitung der Website mit allen Unterseiten erfolgt gemeinsam durch Doris & Norbert Rauscher.

Oben sehen Sie drei Bildausschnitte aus Fotos, die weiter unten vollständig gezeigt und näher erläutert werden, jeweils mit Angaben zu den Bildquellen. Die Inhalte dieser Website mit ihren Unterseiten werden nach bestem Wissen regelmäßig aktualisiert und erweitert, je nach zur Verfügung stehenden Dokumenten und Erkenntnissen. Anregungen, Korrekturen und sonstige Hinweise werden gern entgegengenommen und eingearbeitet, Kontaktdaten siehe ganz unten.

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Seitenübersicht

Startseite Kuschkow-Historie ‒ Das Dorf Kuschkow und seine Geschichte in Bildern und Texten

Haus und Hof in Kuschkow ‒ Baugeschichtliche Informationen zu Wohngebäuden und Bauernhöfen

Die Kuschkower Mühle ‒ Mühlengeschichte und die Müllerfamilien Wolff / Jäzosch

Die Schmiede der Familie Jäzosch ‒ Geschichte einer Dorfschmiede mit ihren Familien ab 1435

Jutta Jäzosch, geborene Thiele ‒ Familiengeschichte Thiele mit Flucht und Vertreibung

Hochzeitsfeiern und Hochzeitsfotos ‒ Teil 1 ‒ Das Heiraten in Kuschkow und der Niederlausitz

Hochzeitsfeiern und Hochzeitsfotos ‒ Teil 2 ‒ Das Heiraten in Kuschkow und der Niederlausitz

Die Dorfschule in Kuschkow ‒ Dorflehrer und Schulkinder in Bildern und Texten

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.1 ‒ 1891 bis 1924 ‒ Seiten 0 bis 77

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.2 ‒ 1924 bis 1929 ‒ Seiten 78 bis 111

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 1.3 ‒ 1929 bis 1947 ‒ Seiten 112 bis 148, Beilagen

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teile 2 und 3 ‒ 1947 bis 1953

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 4 ‒ 1953 / 1960 bis 1968 ‒ Meine eigene Schulzeit

Klassenbücher aus der Dorfschule in Kuschkow ‒ Jahrgänge 1950/1951 und 1954/1955

Klassenbuch aus der Dorfschule in Kuschkow ‒ Jahrgang 1958/1959

Die Lehrerin Luise Michelchen ‒ Ein 107-jähriges Leben in Berlin-Charlottenburg und Kuschkow

Die Kuschkower Feuerwehr ‒ Dorfbrände, Feuerwehrgeschichte und Feuerwehrleute

Historische topographische Karten ‒ Kuschkow und die Niederlausitz auf Landkarten ab 1687

Separationskarten und Flurnamen ‒ Vermessung und Flurneuordnung in der Gemarkung 1842

Separationsrezess ‒ Teil 1 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Separationsrezess ‒ Teil 2 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Separationsrezess ‒ Teil 3 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Handel, Handwerk und Gewerbe ‒ Informationen zum früheren Wirtschaftsleben in Kuschkow

Der Friedhof in Kuschkow ‒ Friedhofsgeschichte, Grabstätten und Grabsteine

Verschiedenes ‒ Teil 1.1 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit vor 1945

Verschiedenes ‒ Teil 1.2 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit um 1940 bis 1960

Verschiedenes ‒ Teil 2.1 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit um 1950 bis 1965

Verschiedenes ‒ Teil 2.2 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit nach 1960

Reiten und Reiter in Kuschkow ‒ Reitfeste, Reiterspiele und Brauchtum mit Pferden

Historische Ortsansichten ‒ Teil 1 ‒ Fotos und Zeichnungen aus anderen Orten der Niederlausitz

Historische Ortsansichten ‒ Teil 2 ‒ Fotos und Zeichnungen aus anderen Orten der Niederlausitz
 




Handel, Handwerk und Gewerbe in Kuschkow

Die folgenden Angaben stammen aus der Chronik der Gemeinde Kuschkow von 2003 (siehe unten), Seite 87, ergänzt um Angaben aus der Familienchronik Mentz, in die ich freundlicherweise Einsicht nehmen durfte, sowie aus eigenen Unterlagen und Recherchen. Auf eine gesonderte Kennzeichnung der Zitate durch Anführungszeichen wird zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet. Hinzugefügt wurden Informationen über die jeweiligen Vorfahren der betreffenden Personen, soweit sie aus den standesamtlichen Urkunden im Kreisarchiv des Landkreises Dahme-Spreewald in Luckau entnommen werden konnten. Dort findet man z.B. auch eine sehr interessante Übersicht über die im Zeitraum 1945-1956 in Kuschkow ansässigen Gewerbe / Gewerke ‒ ein beeindruckendes Zeugnis für das damalige Angebot und die Versorgungslage in einem kleinen brandenburgischen Dorf nach dem Krieg:

- Gastwirtschaft Erich Koschack, Nr. 23
- Gastwirtschaft Fritz Richter
- Gastwirtschaft Gerda Elsner, Nr. 62
- Lebensmittelhandel Wolfgang Böttcher, Nr. 35
- Lebensmittelhandel Hedwig Güthler, Nr. 57
- Hausschlächter Rudolf Frohnhöfel, Nr. 57
- Hausschlächter Hermann König, Nr. 50
- Hausschlächter Fritz Brandt, Nr. 27
- Lohnmüllerei Emma Jäzosch, Nr. 51
- Sattler Karl Stratmann, Nr. 17
- Sattlerei Franz Ternick, Nr. 17
- Uhrmacher Alfred Rattei, Nr. 57b

- Dachdecker Wilhelm Koschker, Nr. 57
- Dachdecker Herbert Bräuniger, Nr. 57b
- Stellmacher Richard Jäzosch, Nr. 66
- Tischlerei Willi Domke
- Maler Eduard Hocke, Nr. 21
- Brunnenbauer Franz Rattei, Nr. 25c
- Schuhmacher Klara Schmogrow
- Herrenschneider Heinrich Klitsch, Nr. 13
- Schneiderin Elisabeth Trauner, Nr. 57a
- Friseur Herta Nippraschk, Kirchstr. 27
- Friseur Walter Druschke

Unklar ist bisher noch, wann und zu welchem Anlass diese Liste erstellt wurde ‒ vollständig ist sie jedenfalls nicht. Es fehlen z.B. der Schmied Richard Brunn, der nach dem Krieg die Jäzosch-Schmiede gepachtet und betrieben hat sowie der Schmied und Landwirt Emil Feldner mit einer eigenen Schmiede (eventuell nur im Nebenerwerb betrieben ?). Auch der zu dieser Zeit sehr aktive Bauunternehmer Franz Mating ist nicht enthalten. Bei den jeweils am Ende genannten Nummern handelt es sich um die damaligen Hausnummern. Erst 1961 wurden offiziell neue Straßennamen im ganzen Dorf eingeführt mit den heutigen Haus- und Hofnummern in separater Zählung je Straße (weitere Angaben dazu gibt es auf der Startseite).

Zwei gewerbliche Unternehmen werden hier auf dieser Seite nicht mit behandelt, weil es dafür bereits besondere Seiten gibt mit ausführlichen Darstellungen: Der Mühlenhof der Familie Wolff / Jäzosch (Nr. 51) und der Schmiedehof der Familie Jäzosch (Nr. 68).


Verkaufseinrichtungen

Wann in Kuschkow erstmals ein Geschäft eröffnet wurde, konnten wir bisher nicht feststellen. Die erste Nachricht dazu findet man in der Chronik des Männergesangvereins "Concordia". Dort ist festgehalten, dass der Kaufmann W. Weichert, Vorsitzender des Vereins, 1894 nach Lübben verzogen ist. Die Annahme liegt nahe, dass sein Laden, der noch bis Anfang der 2000er Jahre als Laden genutzt wurde, das Haus mit der jetzigen Nummer 2 in der Pretschener Straße gewesen ist, sicher ist das jedoch nicht. Bekannt ist aber noch heute, dass der Kaufmann Albert Köllnick schon vor 1900 eben dieses Geschäft geführt hat.

Friedrich Köllnick, Anbauer in Groß Lubolz
Henriette Köllnick, geborene Krahl (6.4.1850 Reichwalde - 22.1.1940 Groß Lubolz)
Heirat am 12.3.1872 in Basel, Kreis Luckau. Nachkommen: Friedrich Johann Albert Köllnick

Friedrich Johann Albert Köllnick (27.6.1876 Groß Lubolz - 23.8.1954 Kuschkow), Kaufmann
Alwine Marie Köllnick, geborene Guskar (28.11.1877 - 12.10.1954, Tochter von Gastwirt Ernst Guskar und Alwine geborene Matschenz). Heirat am 3.5.1901 vermutlich in Kuschkow. Nachkommen unbekannt. Wohnort Kuschkow 7a (heute Dorfanger 17).

Wie damals üblich, wählte Kaufmann Albert Köllnick die Bezeichnung "Kolonialwarengeschäft" für seine Unternehmung und führte vor allem Waren des täglichen Bedarfs. In seiner Scheune verkaufte er für die Reifeisengenossenschaft Kunstdünger, Saatgut usw. Im Kreisblatt vom 11.12.1902 ist zu lesen, dass der Kaufmann Köllnick in den Vorstand der Spar- und Darlehenskasse gewählt wurde. Er muss über 50 Jahre hinter dem Ladentisch gestanden haben, denn erst etwa 1950 übernahm die Konsumgenossenschaft das Geschäft, welches er aus Altersgründen aufgegeben hatte.

Im nunmehrigen Konsumladen konnte man auch Back-, Fleisch-, Wurstwaren, Textilien und sogar technische Artikel kaufen, so lange, bis der größere Teil des Angebots wegrationalisiert wurde. Wegen Baufälligkeit diskutierte man etwa ab 1965 verschiedene Varianten eines Neubaus ... der alte Bau blieb. Die deutsche Wiedervereinigung 1990 bewirkte einen gewaltigen Umsatzeinbruch, so dass der Konsum im März 1992 geschlossen wurde. Erst gegen Ende der 1990er Jahre wagte Frau Ilona Nawroth (1951-2008) einen Neuanfang, hielt den Laden aber nur bis in die ersten 2000er Jahre.


Die Kaufmannsfamilien Güthler / Mentz in Kuschkow

Ein zweites "Kolonialwaren-Geschäft" eröffnete der Kaufmann Franz Güthler um 1920 ebenfalls in der Pretschener Straße. Auch dieser Laden bot eine umfangreiche Warenpalette, von Lebensmitteln und Schreibwaren bis Wasch- und Reinigungsmitteln.

Heinrich Güthler, Webermeister
Johanne Christiane Güthler, geborene Ulbrich; Heirat in Vetschau, Nachkommen: Karl Heinrich Güthler

Karl Heinrich Güthler (Juli 1839 Altdöbern - 3.2.1914 Straupitz), Webermeister
Auguste Güthler, geborene Bronke (Februar 1849 Vetschau - 31.1.1922 Straupitz), Heiratsdatum unbekannt. Nachkommen:
- Heinrich Max Karl Güthler

Heinrich Max Karl Güthler (16.8.1867 - 10.7.1952), Oberpostschaffner
Auguste Güthler, geborene Thiele (10.1.1873 in Straupitz - 19.10.1944); Heiratsdatum unbekannt. Nachkommen:
- Karl Wilhelm Paul Güthler

Karl Wilhelm Paul Güthler (3.3.1893 in Vetschau - ..?..), Vizefeldwebel
Barbara Güthler, geborene Gammel (4.12.1893 - ..?..), Tochter des Postboten Gammel in Bonn), Nachkommen:
- Hermann Franz Güthler

Hermann Franz Güthler (25.5.1890 Vetschau - 19.2.1967 Kuschkow), Kaufmann
Franziska Hedwig Güthler, geborene Görzig (7.1.1893 in Kuschkow - 10.6.1968 in Lübben), Tochter des Anbauers und Handelsmanns August Görzig und Marie geborene Michelchen
Heirat am 11.9.1920, ohne Nachkommen. Nachfolger als Kaufmann: Neffe Günter Mentz

Mit dem ersten Auto im Dorf besorgte Kaufmann Güthler die Einkäufe fürs Geschäft und erledigte Auftragstouren, während seine Ehefrau den Laden betreute. Der Laden war mit einem roten Kreuz als Sanitätsstelle gekennzeichnet. Franz Güthler betreute die Dorfbewohner auch als Sanitäter. Als kleines Kind schickte mich meine Großmutter mit meinen Ekzemen, aufgeschlagenen Knien usw. zu Sanitäter Güthler, der in der Regel die Wunden mit Jod, Pflaster oder Verbänden versorgte.

Auf der Hochzeitsseite Teil 1 ist Franz Güthler zu sehen auf dem Hochzeitsfoto von Johanna Jäzosch + Paul Scheel am 12.6.1937 in Kuschkow, er steht dort hinten in der letzten Reihe links außen. Auf der Hochzeitsseite Teil 2 sieht man das Ehepaar Güthler auf dem Hochzeitsfoto von Anita Wilke + Heinz Franzka am 17.3.1962 in Kuschkow, vorn ganz rechts sitzend. Vor ihnen steht die kleine Irene Mentz, Tochter von Günter und Anneliese Mentz.

An Samstagen lieferte der Bäcker Schulze aus Pretschen frische Backwaren mit seinem vom Pferd gezogenen Spezialwagen bei Güthler an. Links ist dieses merkwürdige Gefährt zu sehen in der Pretschener Straße. Es ist zufällig auf das Foto geraten anlässlich der Hochzeit der Tochter des Lehrers Alfred Lillack um 1956 (im Vordergrund in der Hochzeitskutsche) im Winter bei Schnee und Kälte; weitere Angaben dazu gibt es auf der Hochzeitsseite Teil 1.
(Foto: Familienarchiv Günter Weiher)

Später nutzte der Bäcker einen ausgeschlachteten PKW F8 Kombi mit Holzaufbau, von einem Pferd gezogen. Leider ist bisher kein Foto davon aufgetaucht. Ich erinnere mich sehr gut daran, weil ich als Kind zur vermuteten Zeit Ausschau nach dem Bäckerwagen halten musste. Man konnte vor unserem Haus (Mühlenhof) das letzte Stück des Weges von Pretschen, der in die Pretschener Straße in Kuschkow überging, gut einsehen. Sobald der Wagen gesichtet war, fuhr ich mit dem Rad los um die begehrten Brötchen zu kaufen. Später holte Kaufmann Güthler bzw. Mentz die Backwaren selbst vom Bäcker. 1960 übergab Franz Güthler den Laden an seinen Neffen Günter Mentz. Das Foto mit den Grabsteinen von Hedwig und Franz Güthler ist auf der Friedhofsseite zu sehen.

 
Ferdinand Mentz (9.9.1844 Jerichow II - 11.11.1922 Kuschkow), Bauerngutsbesitzer
Auguste Marie Mentz, geborene Borch; Heirat ca. 1873, Nachkommen:
- 1874 (Auguste Marie)
- 1879 (Auguste Marie)
- 1883 (Auguste Franziska)
- 1885 (Auguste Emilie)
- 1886 (Auguste Minna)
- 1893 (Gustav Max)
 

Gustav Max Mentz (6.3.1893 - 21.5.1968 in Kuschkow), Landwirt und Bauer.
Elisabeth (Elsbeth) Lina Mentz, geborene Görzig (23.2.1897 - 2.1.1979 in Kuschkow), Tochter des Handelsmanns und Anbauers August Görzig und Schwester von Franziska Hedwig Güthler.
Heirat am 30.5.1919, Nachkommen:
- Erwin Mentz (5.5.1920 Kuschkow - 1942 bei Stalingrad)
- Günter Mentz

Links wird ein Foto des Grabsteins von Max und Elsbeth Mentz aus der Sammlung von historischen Grabsteinen aufgelassener Gräber (kommunales Lapidarium) auf dem Kuschkower Friedhof gezeigt. (Bildquelle: Lutz Richter, 2015 - Website: https://grabsteine.genealogy.net)


 

 
Günter Mentz (3.8.1924 - 4.11.1997 in Kuschkow), Kaufmann, Ladeninhaber ab 1960
Anneliese Mentz, geborene Budig aus Triebel bei Forst (jetzt Polen). Heirat am 8.7.1950

In den späten 1930er Jahren wurde Günter Mentz bei Güthlers als Lehrling im Kaufmannsladen ausgebildet. Günters Mutter Elsbeth Mentz war die Schwester von Hedwig Güthler.
Ganz jung musste Günter als Soldat im Zweiten Weltkrieg an die Front, Rekrutierungsalter war zu dieser Zeit der 18. Geburtstag. In Italien wurde er durch ein amerikanisches Maschinengewehrfeuer schwer verwundet. Beide Arme, besonders schwer der linke, wurden getroffen. Als amerikanischer Kriegsgefangener wurde er per Schiff in die USA gebracht und dort vielfach operiert und mit dem damals neuen Medikament Penicillin behandelt, was ihm das Leben und den Arm rettete. Die linke Hand blieb jedoch lebenslang verkrüppelt. Heimgekehrt arbeitete er im Laden seines Onkels mit. Weiter oben auf dieser Seite sieht man ihn zusammen mit vier Freunden auf einem Foto aus der Zeit um 1950.
1960 übernahm er den Laden, als Güthlers Rentner wurden. Er arbeitete als Kommissionshändler. Mentzes und Güthlers tauschten die Wohnhäuser. Mentzes zogen in das Wohnhaus mit Laden in der Pretschener Straße und Güthlers in das bisher von Mentz bewohnte Haus in der Kirchstraße. Wie sein Onkel führte Günter Mentz im Laden ein breites Sortiment. Zusätzlich kamen Wurst- und Fleischwaren hinzu, die er vom Fleischermeister Fischer aus Krausnick holte.
 

Kuschkow, Pretschener Straße, Blick in Richtung Pretschen, eine Aufnahme zwischen 1961 und 1972, weitere Angaben und Bilder zu dieser Serie siehe auf der Startseite. Rechts der Kaufmannsladen Mentz. (Copyright © Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V. & Günter Scheike; Lizenz: CC BY-NC-SA; Bezeichnung der Bilddatei im Original: kuschkow-ortsansicht-1-45206)

 

Die DDR machte es privaten Unternehmern sehr schwer, ihr Geschäft zu führen. Sie hatten viele Repressalien zu überwinden. Unter normalen Umständen war es unmöglich, einen privaten Telefonanschluss zu erhalten. Daher bemühte sich Kaufmann Mentz um einen öffentlichen Telefonanschluss, den er auch erhielt (das Jahr ist unbekannt). Es bedeutete für ihn aber, dass er telefonische Nachrichten, die bei ihm eingingen, persönlich zum Empfänger bringen musste. Ein Kaufmannsladen ohne Telefonanschluss ist inzwischen unvorstellbar. Nebenher bediente Günter Mentz auch Sparkassenkunden. 1986 wurde er Invalidenrentner und musste deshalb den Laden schließen. Kassenstunden für die Sparkasse führte er noch einige Jahre weiter.

Leider konnten bei den folgenden Bildern nicht die Originalfotos sondern nur Fotokopien dieser Fotos abfotografiert werden, daher die teils mäßige Bildqualität. (Bildquelle für alle Fotos zur Familie Mentz: Familienarchiv Mentz)

Die Familien Güthler / Mentz 1952, von links: Franz Güthler, Günter Mentz mit Frau Anneliese und Tochter, Konfirmandin Ilse Wilke (Schwester von Anita Wilke), Hedwig Güthler und Otto König. Davor sitzend Elisabeth und Max Mentz. Anlass für diese Aufnahme war offenbar die Konfirmation von Ilse Wilke.

 

Günther Mentz mit seinem älterem Bruder Erwin auf dem Motorrad um 1939. Rechts das Brautpaar Anneliese und Günter Mentz am 8.7.1950.

 

Günter Mentz vermutlich zur Zeit seiner Einberufung als 18-jähriger Soldat ca. 1942, als Kaufmann ca. 1960 und ca. 1970 sowie ganz rechts im Jahr 1997 als Rentner mit Ehefrau Anneliese und Urenkelin. Es folgen zwei Fotos vor bzw. aus dem Laden im Jahr 1986 in der Pretschener Straße (siehe dazu auch das Foto weiter oben), ein typischer kleiner Kaufmannsladen im ländlichen Raum, wie er damals noch überall zu finden war.

 





Das weitere Geschäftsleben in Kuschkow

Aus den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg haben einige der inzwischen sehr alten Kuschkower noch die "Semmelfrau" in guter Erinnerung, die mit der Kiepe vom Bäcker aus Schlepzig Semmeln zu Fuß (!) nach Kuschkow brachte. Die meisten Kuschkower kennen diese Berichte nur noch aus den Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern.

Rudolf Frohnhöfel I (1855 - 7.10.1929), Fleischermeister
Emilie Frohnhöfel, geborene Krause; Heirat am ..?..

Karl Friedrich Rudolf Frohnhöfel II (1.1.1888 Kuschkow - 19.2.1964 Kuschkow), Fleischer und Hausschlächter (gemäß Kreisarchiv)
Helene Pauline Wilhelmine Frohnhöfel, geborene Stetter (22.1.1896 Radensdorf - ..?..), Häuslertochter
Heirat am 7.9.1919; Nachfahren:
- Artur Friedrich
- Käthe Otto (28.03.1923 - ..?..)

Artur Friedrich Frohnhöfel (29.5.1920 - 3.10.1982), Schlachtermeister
Charlotte Frohnhöfel, geborene ..?.. (21.12.1923 - 8.3.2012); Heirat um 1945-1946 (?). Nachfahren:
- Marianne (geboren 23.5.1946)
- Rudi (geboren 17.11.1959)

Der Schlachtermeister Artur Frohnhöfel ist unten zu sehen als Helfer beim Hausbau um 1960 in der Gröditscher Straße 1a für den Bauherrn Fritz Gärtner, groß und kräftig in der Bildmitte.

Links wird ein Foto des Grabsteins von Artur und Charlotte Frohnhöfel auf dem Kuschkower Friedhof gezeigt.
(Foto und Bildquelle: Lutz Richter, 2015 - Website: https://grabsteine.genealogy.net)

 

 
Auszug aus dem Kreisblatt vom 22.7.1915: "Der Anbauer und Fleischer Rudolf Frohnhöfel in Kuschkow beabsichtigt, auf seinem daselbst belegenen Grundstück Bd. 13 Blatt Nr. 386 von Kuschkow eine Schlächtereianlage zu errichten." Rudolf Frohnhöfel eröffnete bald auch einen Laden. Heute arbeitet die Fleischerei in vierter und fünfter Generation, vor der Wiedervereinigung 1990 über viele Jahre auch als Sanitätsschlachtbetrieb.


Baufirmen, Bauhandwerk und Hausbau

Leider konnten bisher zum Baugeschehen und den in Kuschkow tätigen Bauhandwerkern bzw. Baubetrieben nur wenige Bilder und Informationen gefunden werden ‒ wer dazu Beiträge liefern kann, bitte sehr gern melden, Kontaktdaten siehe ganz unten. Fest steht, dass der Name des Bauunternehmers Franz Mating immer wieder in den Unterlagen auftaucht, er war nach dem Krieg überall in Kuschkow und Umgebung aktiv. Er übernahm offenbar Bauleistungen mit eigenen Mitarbeitern und beauftragte Fremdfirmen als Subunternehmer. Da er auch bauvorlageberechtigt war und somit Zeichnungen für Bauanträge erstellen konnte und durfte, galt er in Kuschkow allgemein als der "Architekt" des Dorfes; er ist auf dem folgenden Foto als Zweiter von links zu sehen. Für den Mühlenhof hat er z.B. 1950 die Zeichnung für den hofseitigen Anbau und Umbau des Nebengebäudes hinter dem Wohnhaus erstellt (siehe dazu die Mühlenseite).

Es folgen die bisher zum Thema gefundenen Bilder mit den Informationen, die dazu ermittelt werden konnten. In den Jahren bis etwa 1990 war es vollkommen normal, dass beim privaten Hausbau alle einsatzfähigen Familienmitglieder die Hilfsarbeiten zur Unterstützung der Handwerker (und zur Reduzierung der Baukosten) übernahmen.

Bauhandwerker in Kuschkow beim Hausbau um 1960 in der Gröditscher Straße 1a für den Bauherrn Fritz Gärtner. Es halfen Kuschkower Männer beim Richten des Daches. Von links erkennt man Alfred Hecker, Franz Mating (Planer und Bauunternehmer für diesen Bau), ..?.., Artur Frohnhöfel (Schlachtermeister), ..?.., Hermann Klinge, Richard Brunn (Schmiedemeister); der Mann rechts außen ist nicht erkennbar. (Foto: Familienarchiv Günter Weiher)

 

Hausbau in Kuschkow mit Maurer und helfenden Familienangehörigen um 1960 in der Gröditscher Straße 1a für den Bauherrn Fritz Gärtner. (Foto: Familienarchiv Günter Weiher)

 

Bauhandwerker in Kuschkow beim Hausbau 1964, ein Foto mit dem Zimmermann Hermann Wilke (Zweiter von rechts) wohl auf dem Firmengelände der Baufirma. Vorn rechts sitzt mit kurzer Hose Heinz Meier. (Foto: Familienarchiv Günter Weiher)

 

Straßenbau um 1946, Ausbesserung der Landstraße nach Neu Lübbenau durch die Straßenbaufirma Oskar Mentz, Vater von Werner Mentz (1933-1988) aus Kuschkow, wohnhaft im Dorf links neben der Gaststätte Koschack. Im Einwohnerverzeichnis (Familienverzeichnis) für Kuschkow von 1929 wurde Oskar Mentz (1889-1967) als "Chausseewärter" geführt, siehe die Liste auf der Startseite. Rechts neben dem Teerofen steht Paul Schober (1889-1949), Vater von Hildegard Weiher und Großvater von Günter Weiher. Die Familie Schober/Weiher kam nach dem Krieg als Flüchtlinge nach Kuschkow.
Nicht ganz klar ist, welche Straßenbauarbeiten auf dem Bild gerade ausgeführt wurden. Im Hintergrund sieht man gestapelte Ziegel, aber keine Pflastersteine, diese waren und sind bis heute nicht stapelbar und werden daher geschüttet. Eventuell wurden hier Notreparaturen mit Ziegelpflaster ausgeführt? (Foto: Familienarchiv Günter Weiher)

 


 




Quellen- und Literaturverzeichnis

Hinweis: Hier finden Sie nur Literaturangaben zum Inhalt dieser Seite im weitesten Sinne. Das allgemeine Literaturverzeichnis zu Kuschkow und der Niederlausitz als Thema der gesamten Website finden Sie auf der Hauptseite (Startseite, siehe hier: ).

Balke, Lotar: Bauen und Wohnen in Heide und Spreewald. Vom Wandel Lausitzer Volksarchitektur im 20. Jahrhundert. Schriften des Sorbischen Instituts. Domowina-Verlag Bautzen 1994

Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmaldatenbank, im Internet zu finden unter ns.gis-bldam-brandenburg.de/hida4web/search (siehe direkt hier: )

Brandenburgisches Landeshauptarchiv ‒ BLHA, im Internet unter https://blha.brandenburg.de (siehe direkt hier: ) mit Rechercheangeboten zu sämtlichen historischen Dokumenten der brandenburgischen Landesgeschichte. Viele der Dokumente sind inzwischen digitalisiert und per Internet frei zugängig, auch diverse Fachbücher kann man sich als PDF-Dateien herunterladen.

Chronik der Gemeinde Kuschkow. Erarbeitet 2002 von Birgit Martin als ABM-Leistung im Auftrag der Gemeinde Kuschkow. Umfangreiche Loseblattsammlung in einem Ordner, aufbewahrt und weiterverarbeitet zur gedruckten Chronik durch Familie Gerhard Scheibe 2003 (siehe nächste Position).

Chronik der Gemeinde Kuschkow. Herausgegeben von der Gemeindevertretung Kuschkow zur 675-Jahrfeier 2003; Redaktion und inhaltliche Bearbeitung durch Familie Gerhard Scheibe; Kuschkow 2003

Der Spreewald (Deutschlands größter und schönster Naturpark) und seine Bewohner. Reiche literarische Abhandlungen nebst Bildern. 1929 / 1930. Adreßbuch und Einwohnerbuch für den Kreis Lübben, die Städte Lübbenau, Vetschau, Lieberose, Friedland und den übrigen Spreewald. Herausgeber: F. R. Kleinjung, Verlagsanstalt, Liegnitz. Kuschkow auf den Seiten 89-90. Als PDF zu finden bei der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam unter https://opus4.kobv.de/opus4-slbp/frontdoor/index/index/docId/14375

Kaak, Heinrich: Geschichte des Dorfes in Brandenburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Brandenburgische Historische Kommission e.V., Potsdam 2010; separat publiziert als "Leitfaden für Ortschronisten in Brandenburg". Als PDF auf der Website des Brandenburgischen Landeshauptarchivs unter https://blha.brandenburg.de

Kaak, Heinrich: Die brandenburgische Ortsgeschichte in Personen, Familien und ländlichen Schauplätzen. Brandenburgische Historische Kommission e.V., Potsdam 2011; separat publiziert als "Leitfaden für Ortschronisten in Brandenburg". Als PDF zu finden auf der Website des Brandenburgischen Landeshauptarchivs unter https://blha.brandenburg.de

Kreisarchiv Landkreis Dahme-Spreewald in Luckau, Online-Findbuch mit umfangreichen Recherche-Möglichkeiten zum amtlichen und nichtamtlichen Archivgut unter https://www.kreisarchiv-lds.findbuch.net, z.B. zum Personenstandsregister der Standesämter mit Geburtenbüchern, Ehebüchern und Sterbebüchern ‒ siehe direkt hier:

Lehmann, Rudolf: Geschichte der Niederlausitz. Veröffentlichung der Berliner Historischen Kommission beim Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, Band 5. Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin 1963

Lübbener Kreiskalender (Kreis-Kalender) in historischen Ausgaben ab 1913 (Stand Dezember 2022), digitalisiert als PDF mit vielen interessanten Beiträgen auch zu Kuschkow und Umgebung, findet man auf der Website der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam unter https://opus4.kobv.de/opus4-slbp/solrsearch/index/search/searchtype/collection/id/18476

Scheibe, Gerhard: Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Kuschkow, Kreis Lübben. Kuschkow 1978 (erschienen im Eigenverlag der Gemeinde zur 650-Jahrfeier)

Website "Fotografie und Architektur" (siehe hier: ) mit Fotos und Informationen zu historischen Gebäuden, Dörfern und Architekturobjekten; zur Dorfgeschichte in Brandenburg allgemein sowie in Kuschkow siehe dabei die Spezialseiten:
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 1, Kulturgut im ländlichen Siedlungsraum (siehe hier: )
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 2, Gebäude, Baugestaltung, Natur und Landschaft (siehe hier: )
- Dorfentwicklung in Brandenburg ‒ Teil 4, Bauernhausarchitektur in Stichworten und Bildern (siehe hier: )
- Architekturfotos und einige Angaben zu Kuschkow (siehe hier: )
- Erwin Seemel: Bevölkerungs- und Wirtschaftsverhältnisse im Amt Lübben um 1720 (siehe hier: )

Website "md museum-digital" (https://www.museum-digital.de, siehe direkt hier: ), eine nach Bundesländern, Regionen, Orten und Themen sortierte Plattform, auf der große und kleine Museen Informationen zu ihren Objekten veröffentlichen können, darunter auch Bild- und Fotosammlungen

Wegener, Fritz: Beiträge zur Chronik des Dorfes Kuschkow. Enthalten in: Lübbener Kreis-Kalender 1927, Verlag des Lübbener Kreisblattes, Buchdruckerei Richter & Munkelt, Lübben (Spreewald); Seiten 46-51 (siehe direkt hier: )


 


 

 
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Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teile 2 und 3 ‒ 1947 bis 1953

Schulchronik der Gemeinde Kuschkow ‒ Teil 4 ‒ 1953 / 1960 bis 1968 ‒ Meine eigene Schulzeit

Klassenbücher aus der Dorfschule in Kuschkow ‒ Jahrgänge 1950/1951 und 1954/1955

Klassenbuch aus der Dorfschule in Kuschkow ‒ Jahrgang 1958/1959

Die Lehrerin Luise Michelchen ‒ Ein 107-jähriges Leben in Berlin-Charlottenburg und Kuschkow

Die Kuschkower Feuerwehr ‒ Dorfbrände, Feuerwehrgeschichte und Feuerwehrleute

Historische topographische Karten ‒ Kuschkow und die Niederlausitz auf Landkarten ab 1687

Separationskarten und Flurnamen ‒ Vermessung und Flurneuordnung in der Gemarkung 1842

Separationsrezess ‒ Teil 1 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Separationsrezess ‒ Teil 2 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Separationsrezess ‒ Teil 3 ‒ Rezess über die Gemeinheitsteilung der Feldmark Kuschkow ab 1842

Handel, Handwerk und Gewerbe ‒ Informationen zum früheren Wirtschaftsleben in Kuschkow

Der Friedhof in Kuschkow ‒ Friedhofsgeschichte, Grabstätten und Grabsteine

Verschiedenes ‒ Teil 1.1 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit vor 1945

Verschiedenes ‒ Teil 1.2 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit um 1940 bis 1960

Verschiedenes ‒ Teil 2.1 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit um 1950 bis 1965

Verschiedenes ‒ Teil 2.2 ‒ Bilddokumente aus Kuschkow und Umgebung ‒ Zeit nach 1960

Reiten und Reiter in Kuschkow ‒ Reitfeste, Reiterspiele und Brauchtum mit Pferden

Historische Ortsansichten ‒ Teil 1 ‒ Fotos und Zeichnungen aus anderen Orten der Niederlausitz

Historische Ortsansichten ‒ Teil 2 ‒ Fotos und Zeichnungen aus anderen Orten der Niederlausitz
 

 
 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 26.6.2026
 

   


 

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